Scultura, Centro Ave ArteKunst und Schönheit haben innerhalb der Fokolar-Bewegung immer ihren Platz gehabt. Von Anfang an waren sich die Fokolare darüber einig, dass das Charisma der Einheit jeden Menschen, der davon erfüllt war, dazu veranlassen würde, zu bezeugen, dass Gott nicht nur Güte und Wahrheit, sondern auch Schönheit ist.

Chiara Lubich sagt dazu in der Mariapoli 1964: „Die Welt, in der wir leben, hat sich von Gott entfernt und ist oft voreingenommen gegen die Kirche (…) wir wollen durch die Art wie wir uns kleiden und unsere Wohnungen einrichten aufzeigen, dass es in der Kirche nicht nur Güte und Wahrheit gibt, sondern auch Schönheit.“

Ein „Volk“, das sich am Gebot einer evangeliumsgemäßen Liebe ausrichtet, findet ganz selbstverständlich zur Harmonie der einzelnen Glieder untereinander und auch im Leben nach außen. Diese Berufung zur Harmonie kennzeichnet die Bewegung in jeder Phase ihrer Entwicklung. Sie bleibt nicht bei Kleidung und Einrichtung stehen, sondern ergreift auch die vielfältige Welt der Kunst, den  privilegierten Ort für Schönheit.

"Sazia questa sete di bellezza..."„Stille den Durst der Menschheit nach Schönheit, wecke große Künstler und forme sie zu   großen Seelen, die mit ihrer Strahlkraft die Menschen hinführen zu dem, der der schönste unter den Menschensöhnen ist, Jesus!“

So schrieb Chiara im Mai 1961 an das Centro Ave in Loppiano. Hier entstand der erste Künstlerkreis der Bewegung: Ave Cerquetti, Marika Tassi und Tecla Rantucci. Sie beschlossen, miteinander künstlerisch tätig zu werden, im gegenseitigen Austausch, wo Gaben und Fähigkeiten der einzelnen in den Dienst aller gestellt wurden.

Loppiano 1966: Tausende von Menschen aus aller Welt kommen in die erst vor kurzem entstandenen Siedlung in Loppiano. Um den vielen Besuchern gerecht zu werden und sie fröhlich zu empfangen, bilden musikalisch begabte Bewohner von Loppiano eine kleine Band. Zu Weihnachten schenkt Chiara den jungen Musikern eine rote Gitarre und ein rotes Schlagzeug: Gen Rosso wird geboren. Die Mädchen bekommen das gleiche in Grün: Gen Verde. Die beiden Bands widmen sich vor allem der Jugendarbeit, die in jenen Jahren in der Fokolar-Bewegung aufbricht: den Gen. Jugendliche aus der ganzen Welt, in der die Bewegung inzwischen verbreitet ist, setzen sich ein für die weltweite Geschwisterlichkeit. Künstlerische, vor allem musikalische Elemente sind bevorzugte Mittel, um Jugendliche anzusprechen, die wiederum ihre eigenen Genbands bilden.

Heute gibt es in allen fünf Kontinenten  eine Vielzahl von Künstlern aus allen Bereichen, die die „beständige gegenseitige Liebe“ zur Basis ihres Lebens und ihres künstlerischen Tuns gemacht haben. Durch ihre Talente möchten sie der Welt Gott, der die Schönheit ist, schenken. Einige tun dies in Malerateliers, andere auf der Theaterbühne, wieder andere in Bildhauerwerkstätten…alle Bereiche der Kunst bieten sich an.

1999 kam für die Künstler der Bewegung der Durchbruch. Im April fand in Castelgandolfo, dem Tagungszentrum der Bewegung, ein internationaler Kunstkongress statt, durch den ein weltweites Netzwerk von Künstlern und ganzen Künstlergruppen entstand.

„Die Schönheit wird die Welt retten“, sagte einmal Fëdor Dostoevskij (1821-1881), russischer Philosoph und Schriftsteller.

Das ist es, was ein Künstler erfährt, wenn er seine Intuitionen, seine Entdeckungen einem anderen Künstler mitteilt, in einem fruchtbaren Austausch von Ideen und Erfahrungen, in denen die Harmonie von Kunst und Leben zum Ausdruck kommt.

Die Dimension der Unendlichkeit macht die erlittene und einmalige Inspiration des Künstlers glaubwürdig. Wenn er sie „verschenkt“ schafft er sein Kunstwerk.

Aus dem Leben

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Die GEN VERDE und GEN ROSSO feiern 50 Jahre

Die GEN VERDE und GEN ROSSO feiern 50 Jahre

Zu Weihnachten 1966 schenkte Chiara Lubich an eine Jugendgruppe ein rotes und ein grünes Schlagzeug. Das ist die Geburtsstunde von Gen Verde und Gen Rosso. Sie singen das Evangelium seit 50 Jahren. Zur Feier kam unter anderem grade einen neues Videoclip von Gen Verde heraus.

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