Der italienische Abgeordnete Igino Giordani, der einige Monate zuvor Chiara kennen gelernt hatte, folgt ihr in die Dolomiten, wo sie zusammen mit ihren ersten Gefährtinnen in Tonadico (Valle di Primiero) eine Zeit der Erholung verbringt.
Am 16. Juli beginnt eine außergewöhnliche Zeit des Lichtes, bekannt unter dem Namen „Paradies ’49“.
Chiara schreibt später über diese Monate: „1943 betrachten wir als Geburtsjahr der Bewegung. 1949 ist ein großer Sprung nach vorn.
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Der italienische Abgeordnete Igino Giordani, der einige Monate zuvor Chiara kennen gelernt hatte, folgt ihr in die Dolomiten, wo sie zusammen mit ihren ersten Gefährtinnen in Tonadico (Valle di Primiero) eine Zeit der Erholung verbringt.
Am 16. Juli beginnt eine außergewöhnliche Zeit des Lichtes, bekannt unter dem Namen „Paradies ’49“.
Chiara schreibt später über diese Monate: „1943 betrachten wir als Geburtsjahr der Bewegung. 1949 ist ein großer Sprung nach vorn. Unerwartete, aber von Gott vorgesehene Umstände führten dazu, dass wir uns für einige Zeit aus der „Welt“ zurückzogen, um in den Dolomiten Ferien zu machen. Aber natürlich lebten wir weiterhin nach unserem neuen Lebensstil. Eine kleine, einfache Berghütte nahm uns in aller Armut auf. Wir waren allein: allein unter uns mit diesem großen Ideal im Herzen. Wir lebten es Augenblick für Augenblick und nährten uns täglich von Jesus in der Eucharistie, dem Band der Einheit. Wir waren unter uns bei den Wanderungen, im Gebet, in der Meditation. Eine Zeit großer Gnaden begann. Wir hatten den Eindruck, dass Gott uns die Augen der
Seele öffnete für das Reich Gottes, das unter uns herrschte: die Dreifaltigkeit, die in einer Zelle des Mystischen Leibes lebte: ’Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir’. Wir meinten zu verstehen, dass das entstehende Werk, nichts anderes sein würde als die mystische Gegenwart Mariens in der Kirche. Von uns aus wären wir nie wieder von diesen Bergen herabgestiegen, wenn der Wille Gottes nicht etwas anderes von uns gewollt hätte. Es war Jesus in seiner Verlassenheit, er, der in der Menschheit, die im Dunkeln war, lebte, der uns den Mut dazu gab.“
Bei einer anderen Gelegenheit bekräftige Chiara: „Es begann eine Zeit besonderen Lichtes, in der Gott uns etwas von dem erahnen ließ, was er mit unserer Bewegung vorhatte“.
In den darauf folgenden Jahren hat Chiara nichts anderes getan, als das zu verwirklichen, was ihr in jenem lichtvollen Sommer geschenkt worden war.
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