Schon seit Jahrzehnten werden Priester von der Spiritualität der Fokolar-Bewegung angezogen. Sie scheint ihnen die Antwort des Heiligen Geistes zu sein auf die Frage, wie man die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils in die Tat umsetzen kann.

Die Mitarbeit in der Bewegung lenkt sie nicht von der Arbeit in der Diözese ab, sondern animiert sie dazu. Außer um die normalen Aktivitäten bemühen sie sich besonders um den Geist der Einheit unter allen, angefangen beim Klerus, in Übereinstimmung mit dem Bischof und in großer Dialogbereitschaft.

Sie finden in Jesus dem Gekreuzigten und Verlassenen – einem der Schwerpunkte der Spiritualität der Fokolar-Bewegung – den Weg und das Maß, um ihr Amt als Dienst auszuüben in der Bereitschaft, für die anderen das Leben zu geben. Er, Jesus in seiner Verlassenheit, ist der Priester schlechthin, der die Kirche ins Leben ruft, der sie zum „Haus und zur Schule der Gemeinschaft“ macht, im Dienst an der weltweiten Geschwisterlichkeit.

1964 entsteht das erste Priester-Fokolar in Rom. Heute gibt es 200 in der Welt. Sie bestehen aus Diözesanpriestern und Ständigen Diakonen, die nach der Spiritualität der Einheit leben und sich für die Verwirklichung des Testamentes Jesu einsetzen im Geist der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams. Wo die äußeren Umstände es erlauben, bilden sie Wohngemeinschaften. In jedem Fall aber leben sie wie Brüder miteinander und bezeugen das auch in ihrem Amt.Außerdem gibt es in der Fokolar-Bewegung sogenannte FreiwilligenKernkreise von Priestern und Diakonen, die sich regelmäßig treffen, um die Spiritualität der Einheit zu vertiefen und für ihre pastorale Arbeit fruchtbar zu machen.

1968 gründet Chiara Lubich die Bewegung für Seminaristen (Gen-s), die heute in über 400 Seminaren in allen fünf Kontinenten lebendig ist. Das täglich neue Bemühen, Gott den ersten Platz im Leben zu geben, hat viele Berufungen gerettet und andere hervorgerufen. Die gegenseitige Liebe rückt den Zölibat in ein neues Licht: wie Jesus leben, um aus der Menschheit eine Familie zu machen.

Um diese Priester und Seminaristen hat sich eine eigene Priester-.Bewegung gebildet, die etwa 20.000 Priester erfasst, unter ihnen auch Amtsträger anderer Kirchen, die das Leben und den Geist der Fokolar-Bewegung teilen wollen. Die Priester-Bewegung veranstaltet Kongresse und Begegnungen für Priester, Diakone und Seminaristen, die dem gegenseitigen Austausch, der Fortbildung und der Gemeinschaft dienen, um im Licht eines Lebens nach dem Evangelium das kirchliche Leben zu gestalten.

Auf diese Weise entstehen kleine Gemeinschaften, die den ersten christlichen Gemeinden ähnlich sind. Diese Gemeinschaften, die in der ganzen Welt verstreut sind, haben wiederum Chiara dazu bewogen, die Pfarreibewegung und die Diözesanbewegung zu gründen.

In der internationalen Siedlung der Fokolar-Bewegung in Loppiano gibt es auch ein Geistliches Zentrum für Priester, Diakone und Seminaristen. Für sechs Monate oder ein Jahr können dort alle mit leben, die vom Bischof die Erlaubnis dazu bekommen haben. In dieser „Lebensschule“ wechseln sich Arbeit, Studium, Vertiefung der Spiritualität der Einheit ab. Vor allem geht es um ihre Verwirklichung im persönlichen, kirchlichen und sozialen Leben.

Ähnliche Fortbildungen werden in Geistlichen Zentren in anderen Siedlungen der Fokolar-Bewegung angeboten: in Asien, Afrika, Südamerika und Europa.

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Kontakt:

Internationaler Zentrum der Fokolar-Priester und Diakone: centro.sac.foc@focolare.org

Internationaler Zentrum der Freiwillige-Priester und Diakone: centrosacvol@focolare.org

Internationaler Zentrum Bewegung für Seminaristen (gens): gens@focolare.org

Internationaler Zentrum Priester-.Bewegung: movimento.sacerdotale@focolare.org

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