Ragazzi per l'unitàZu den Teens for unity gehören etwa 150.000 Jungen und Mädchen aus 182 Ländern in allen fünf Kontinenten. Ihr Ziel: Mitarbeiten an einer geeinten Welt. Sie wissen, dass das keine Utopie ist, sondern die Zukunft. Sie setzen sich dort ein, wo sie leben: in der Familie, in der Schule, im Freundeskreis, in ihren Städten und Dörfern…

Diese Bewegung ist 1984 entstanden und setzt sich aus Freunden und Bekannten der Gen 3 zusammen. Die Jugendlichen setzen sich für die weltweite Geschwisterlichkeit ein. Sie nutzen  alle Möglichkeiten, um die Schranken des Hasses und der Gleichgültigkeit niederzureissen. Dazu gehen sie verschiedene „Wege“ (Sentieri) wie sie es nennen, alles dient, um die Einheit aufzubauen.

Ragazzi per l'unità, GiordaniaSie glauben an die evangeliumsgemäße Liebe als einzige Kraft, um die Welt wirklich zu verändern. Sie leben danach, und versuchen so viele Jugendliche wie möglich dafür zu gewinnen. Die Teens for unity orientieren sich an der Goldenen Regel: „Behandele die anderen so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest“. Sie ist in fast allen großen Religionen bekannt und wird von vielen Menschen geteilt. Wenn man danach lebt, entstehen neue Beziehungen, die zur Verwirklichung von Frieden und Brüderlichkeit beitragen. Dabei bleibt jeder seiner Religion treu.

Sie bezeugen das Ideal einer geeinten Welt durch Begegnungen, Tagungen, Kongresse, Vollversammlungen in den Schulen, durch Sportwettkämpfe, Spiele, Umweltaktionen…dabei nutzen sie die Sprache der Musik, der Kunst oder auch konkrete soziale Einsätze, um ihre Altersgenossen zu gewinnen.

Sie gehen auf die zu, die anders sind, die sich von ihnen unterscheiden  durch Kultur, Sprache, Religion, Alter; sie kümmern sich um Abseitsstehende, um Migranten und Flüchtlinge. Mit allen versuchen sie, eine Beziehung aufzubauen. Eine ihrer Großaktionen ist das Projekt “Bringen wir Farbe in die Stadt“ (ColoriAMO la città). Sie versuchen durch eine Vielzahl von Aktionen die farblosen Viertel ihrer Stadt zu beleben, Licht zu bringen in Armut und Einsamkeit. So möchten sie das Bild ihrer Stadt verändern und sie in ein „Haus für alle“ verwandeln. Dabei beziehen sie nicht nur ihre Schulkameraden mit ein, sondern auch Erwachsene, ihre Familien, die Institutionen.

Teens for Unity website

Sie versuchen Träger des Friedens zu sein, auf persönlichem Gebiet und gemeinsam. Sie setzen sich ein für Friedensaktionen. Täglich beten sie um 12.00 europäischer Zeit das Time-out, eine Minute des Gebetes oder des Schweigens  für den Frieden.

Sie leben die Kultur des Gebens: sie teilen weltweit ihren materiellen Besitz miteinander, so gibt der, der hat, dem, der nicht hat. Sie finanzieren z.B. durch verschiedene Aktionen Sozialprojekte für Kinder in aller Welt.

Durch das Projekt Schoolmates bilden sie ein immer dichteres Netz unter Schulen in verschiedenen Ländern. Schüler aus aller Welt schreiben sich und berichten über Initiativen für eine geeinte Welt. Außerdem werden durch einen Solidaritätsfonds Schulstipendien finanziert für Kinder, die keine Möglichkeit zum Schulbesuch haben.

Ihre Geschichte

  • 1984 schickt Chiara an die Gen 3, die an einer internationalen Schule teilgenommen haben, eine Botschaft, in der sie ihnen vorschlägt, so viel Jugendliche wie möglich zu gewinnen für das Ziel einer geeinten Welt. Die Bewegung „Ragazzi per l’unità“ = Teens for unity ist geboren.
  • 1985 verweist Chiara sie auf die verschiedenen „Wege zur Einheit“, die sie miteinander gehen sollen. Der erste Weg ist der „rote Weg“: eine weltweite Gütergemeinschaft unter ihnen, durch die den Ärmeren geholfen wird und soziale Ungerechtigkeiten ausgeglichen werden.
  • 1987 findet in Castelgandolfo der erste Superkongress statt, das Treffen der Teens for unity auf Weltebene.
  • 1987 findet auch das Gipfeltreffen der großen Religionen für den Frieden in Kyoto (Japan) statt. Die Teens for unity überreichen eine Unterschriftensammlung von 147.000 Unterschriften ihrer Altersgenossen für den Frieden in der Welt, der gelbe Weg.
  • 1988 ist das europäische Film- und Fernsehjahr. Die Teens engagieren sich in der Aktion: TV für eine geeinte Welt. Sie übergeben der europäischen Filmkommission, dem Europarat und  der UNO eine Botschaft  – mit 750.000 Unterschriften – in der sie vorschlagen, die Medien für die geeinte Welt einzusetzen – der violette Weg.
  • 1990 bricht der Golfkrieg aus. Chiara schlägt der ganzen Fokolar-Bewegung das Time-out vor. Bis heute ist es weltweit eine tägliche Verabredung, um eine Minute lang für den Frieden zu beten oder zu schweigen.
  • 1992 findet der zweite Superkongress statt. 9000 Kinder und Jugendliche kommen aus der ganzen Welt zusammen.
  • 1997 der dritte Superkongress mit der Aktion „Die Freude gehört allen Menschen“.
  • 2000 Zum zehnten Jahrestag des „Übereinkommens  für die Rechte des Kindes“ nehmen sie in Tokyo an der ersten Kinderkonferenz teil. Eine kostbare Gelegenheit, um mit Kindern aus 40 Ländern über die Einheit im Hinblick auf das dritte Jahrtausend zu sprechen. Das Schlussdokument mit 200.000 Unterschriften, das an die Staatsoberhäupter gerichtet ist, wird der UNO in New York übergeben.
  • 2002 der vierte Superkongress in Rom. 10.000 Jugendliche bezeugen im Kolosseum ihren Einsatz für die weltweite Geschwisterlichkeit. Das Projekt Schoolmates wird lanciert: der Indigoweg.
  • 2005 der grüne Weg: der erste Run4unity: eine weltweite Stafette für den Frieden.
  • 2008 der zweite Run4unity erfasst 100.000 Jugendliche verschiedener Kulturen und Religionen. 300 Städte in 87 Ländern sind einbezogen.
  • 2009 findet der fünfte Superkongress in Indien statt.

KONTAKT

Fokolar-Bewegung/Jugend

International Sekretariat Teens4unity

00040 ROCCA DI PAPA – Roma – Italy

Tel. – Fax (+39) 06.94.96.268

Info @ Teens4unity

Internationaler Website: http://www.teens4unity.net

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