„Als Kind schon war mir bewusst, nur ein einziges Leben zu besitzen, und dieses wollte ich auf keinen Fall vergeuden. Ich träumte von großen Idealen, für die ich mein Leben einsetzen wollte,“ so ihre eigenen Worte.
Geboren in Melbourne, Journalistin und Sprachwissenschaftlerin, kam sie 1967 in Kontakt mit der Bewegung in ihrer Stadt. „Während der ersten australischen „Mariapoli“- so erzählt sie später, „begegnete ich der Spiritualität der Fokolar-Bewegung. Die Begegnung mit Jesus hat mein Leben total auf den Kopf gestellt”.
Sie war eine freiheitsliebende, intelligente und aktive Frau. In ihrer feinen Art und mit dem den Australiern eigenen positiven Einstellung zum Leben, setze sie sich für die Ziele der Bewegung ein, in einem unerschütterlichen Glauben. Von 1984 bis 2002 war sie Mitverantwortliche der Bewegung in Ozeanien.
Als sich im Jahr 1982 Chiara Lubich am Ende ihres Besuches in Australien am Flughafen
von Margret verabschiedete, sagte sie: „Nur Mut, Margaret! Gehen wir weiter! Weißt du, dass ich auf dich zähle?“ Margaret hat dieses Vertrauen Chiaras nie enttäuscht in all diesen Jahren. Unermüdlich war sie in Australien unterwegs.
„Ich habe immer wieder erfahren, dass große Taten, lieblos verrichtet , klein und unbedeutend bleiben, während das Kleinste aus Liebe ausgeführt, wahrhaft groß ist“, so ihre eigenen Worte. So lebte sie auch in den 17 Jahren einer schweren Krankheit, in denen ihr Engagement nie nachließ, getragen von einer starken inneren Kraft und einer intensiven Beziehung zu Gott.
Wenn man ihr in diesen Jahren begegnete, hatte man nie den Eindruck, es mit einer „Kranken“ zu tun zu haben, so stark dominierte ihre Freude am Leben, die auch auf die anderen übersprang. Silvana Veronesi, eine der ersten Fokolarinnen, die Margret in den letzten Tagen begleitete, bezeugte dies bei ihrer Beisetzung.
„Ich habe Margaret schon in den siebziger Jahren kennen gelernt. Sie besaß immer eine große Lebensfreude, auch wenn nicht alles einfach war in ihrem Leben. Stattdessen strahlte sie unablässig die Freude, für Gott leben zu können, aus; für jenen Gott, den sie als Liebe entdeckt hatte, und auf den sie unerschütterlich vertraute.“
Sie hat den Satz der hl. Schrift, den Chiara ihr als Kompass für ihr Leben mit auf den Weg gab, verwirklicht: “Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!” (Hoh 2,13)





