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31. Oktober 2011
Die schlimmste Naturkatastrophe seit 50 Jahren zerstört das Land. Trotz aller tragischen Ereignisse erzählen kleine und größere Tatsachen, dass ein Wiederaufbau möglich ist.

Seit mehr als zwei Monaten regnet es ununterbrochen. Rund acht Millionen Menschen riskieren, alles zu verlieren. Am meisten betroffen sind die Provinzen Ayutthaya, Pathum Thani und Nakhon Sawan, wo das Wasser vier Meter hoch steht.

 

Mitglieder der Fokolar-Bewegung aus Bangkok schreiben uns: „Ganze Dörfer mussten evakuiert werden, Industriegebiete stehen unter Wasser, Zehntausende haben ihre Arbeit dort verloren, die Schulen sind auf unbestimmte Zeit geschlossen. Wir werden Jahre brauchen, um das alles wieder aufzubauen“.

Aber auch in dieser wirklich dramatischen Situation geschehen Dinge, die Hoffnung schenken: „Niemand hatte in dieser Lage eine so konkrete Nächstenliebe erwartet, unzählige Menschen helfen denen, die es schlechter getroffen haben. Ein Reporter von CNN sprach von „einer unglaublichen sozialen Auswirkung“ in Thailand. Und so ist es wirklich. Alle helfen, mit allen Mitteln. Tausende von Freiwilligen haben in ununterbrochenem Einsatz 1.200.000 Sandsäcke abgefüllt, um einige wichtige Kanalufer abzusichern. Vor allem die jungen Leute sind permanent an der Seite der Betroffenen“.

Auch die Fokolar-Bewegung steht mit allen anderen voll im Dienst des Landes. Aus den vielen Erfahrungen haben wir die Erzählung eines Dozenten an der Universität ausgewählt, S.C.: „Wir haben zusammen mit den Studenten überlegt, was wir tun konnten für die Opfer dieser Katastrophe.

Sie kamen auf die Idee, in den Zügen Geld zu sammeln. Andere haben vor den großen Einkaufszentren gesungen und um Spenden gebeten. Es dreht sich dabei um junge Buddhisten, die davon überzeugt sind, dass man den anderen helfen muss. Ich habe sie ermutigt, selbst Zeugnis zu geben, von der untereinander gelebten Geschwisterlichkeit und Mühen und Schwierigkeiten für das Land aufzuopfern. Die Spendenhöhe hat alle Erwartungen übertroffen: 17.700 bath, eine Riesensumme für unsere Wirtschaft. Doch nicht nur der materielle Effekt hat den Aufwand gelohnt, die Herzen dieser jungen Menschen haben sich ganz weit geöffnet für die anderen, das trägt weiterhin große Früchte“.