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10. November 2011
Eine Initiative von New City Press, dem Verlag der Fokolar-Bewegung auf den Philippinen, um die Arbeit der Journalisten zu unterstützen, die hier jeden Tag ihr Leben riskieren im Kampf um die Menschenrechte.

Es ist gefährlich, auf den Philippinen als Journalist zu arbeiten. In den letzten Jahren haben viele Journalisten ihren Dienst an der Wahrheit mit dem Leben bezahlen müssen. Wie z.B. das Massaker 2009 in Maguindanao, bei dem 23 Journalisten bei politischen Auseinandersetzungen getötet wurden. Andere  wurden bedroht, und wenn sie nicht nachgegeben haben, ebenfalls ermordet. Einer der berühmtesten Fälle war der Mord an Dr. Gerry Ortega, Zeitungsberichterstatter  und Umweltschützer, am 24. Januar 2011, der über die illegale Abholzung auf der Insel Palawan berichtet hatte.

Der Verlag New City Press hat im vergangenen Oktober vor allem angehende Journalisten zu einem Medienworkshop in Palawan (westliche Inseln) eingeladen, um sie in ihrer Arbeit zu bestärken und zu ermutigen. 40 Journalisten sind der Einladung gefolgt, andere hatten Sorge, es wäre eine fingierte Veranstaltung der Regierung.

„Kommunikation und Gemeinschaft: Medien und Dialog“  war das Thema des Workshops. Neben theoretischen Überlegungen standen praktische Erfahrungen, wie die von Jose Aranas, einem Reporter, der sich in seiner journalistischen Arbeit an den Werten der Spiritualität der Einheit orientiert. Er beschrieb die „Pädagogik des Sich- eins- Machens“, die „Kunst zu lieben“, die es ermöglicht, sich in die Haut des anderen zu versetzen: in die Haut dessen, über den man schreibt, und in die Haut derer, für die man schreibt, im gegenseitigen Respekt und in der Achtung vor der Wahrheit.

Die praktischen Arbeiten, die wesentlich zum Workshop gehörten, haben die Teilnehmer herausgefordert, neue Wege zu finden, um sich wirksam den Drohungen widersetzen zu können.

„Die Idee der ’Pädagogik der Liebe’ fasziniert mich“, kommentierte einer der Journalisten. „Mitten in dieser Kultur des Hasses, des schonungslosen Eingriffs der Politik in die Medien, von der Liebe zu reden, scheint mir ein Licht in der Dunkelheit. Auch ich möchte diese Pädagogik anwenden in jedem Interview, in jedem Artikel. So kann ich das ethische Niveau meines Handelns anheben“.

„Ich nehme zum ersten Mal an einer Medientagung teil, die sich am Evangelium orientiert. Ich habe neue unerwartete Perspektiven gefunden. Auch wenn ich in meiner Arbeit über „Negatives“ berichte, muss ich es im Respekt vor dem anderen tun. Es gefällt mir, dass es darum geht, den Bericht in den Mittelpunkt zu stellen und nicht den Berichterstatter“.

 Die Veranstalter wurden bereits gebeten, den Workshop auch in anderen Teilen des Landes zu wiederholen.