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3. Februar, 2012
Susana Nuin, Fokolarin aus Uruguay, gehört zu den neu ernannten Beratern beim Päpstlichen Rat für die sozialen Kommunikationsmittel (PCCS). Im Folgenden ein Interview mit ihr.

Wie haben Sie auf diese Nachricht reagiert?

Mit Überraschung und Freude. Ein Wort kam mir sofort in den Sinn: „dienen“, so wie es Jesus uns vorgelebt hat. Es geht darum, der Kirche zu dienen und durch sie der Gesellschaft.

Die ersten Eindrücke?

Ich kann meinen Beitrag geben für eine Kommunikation im Dialog. Ein Zweites: die Gruppe der Berater, die aus Priestern besteht, aus Ordensmännern, einer Ordensfrau, aus mir und einigen „Laienkollegen“: die Kirche in ihren verschiedenen Berufungen, Charismen und Kulturen.

Wie sind Sie beruflich vorbereitet auf ihre Aufgabe?

Ich habe ein Universitätsstudium abgeschlossen in den Fachgebieten Kommunikationswissenschaft, Sozialwissenschaft und Soziallehre der Kirche. Ich habe ein Soziologiestudium an der Gregoriana in Rom abgeschlossen, einen Masterstudiengang in Soziallehre der Kirche an der Lateranuniversität und schließlich promoviert an der Gregoriana in Sozialwissenschaft mit Schwerpunkt Kommunikation.

Welche Erfahrungen haben Sie während Ihrer Arbeit in der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz (CELAM) gesammelt?

Seit sechs Jahren bin ich dort als Beraterin tätig und als solche habe ich auch an der V. Generalversammlung der CELAM in Aparecida (Brasilien) teilgenommen. Diese Erfahrungen haben mich sehr getroffen und geprägt. Diese Bischofskonferenz hat seit ihrer Gründung im Jahr 1955 immer den Dialog mit der Weltkirche, die Gemeinschaft mit ihr gesucht, gerade aus dem lateinamerikanischen Kontext heraus. Die Vollversammlungen der CELAM in Medellin, Puebla, Santo Domingo und Aparecida geben davon ein beredtes Zeugnis. Ich denke,diese Erfahrungen helfen mir auch jetzt in der neuen Aufgabe.

In welcher Weise prägt die Spiritualität Chiara Lubichs, der Sie sich verpflichtet fühlen, Ihr Handeln?

In der Spiritualität der Einheit liegt meine erste und tiefste Berufung: den „Traum“ Jesu von der Einheit zu teilen: Alle sollen eins sein. Ich habe diese Spiritualität in den 70er Jahren kennen gelernt, in denen ich wie fast alle lateinamerikanischen Jugendlichen nach einem Modell suchte, dass die Wirklichkeit verändern konnte. In der Spiritualität Chiaras habe ich einen lebendigen Jesus gefunden. Zusammen mit vielen anderen Jugendlichen habe ich in einer Siedlung der Fokolar-Bewegung – Mariapoli Lia – gelernt, das Evangelium in die Tat umzusetzen. Gemeinsam haben wir diese Siedlung aufgebaut, als Menschen, die vereint waren im Namen Jesu und ihn so in der Gemeinschaft lebendig erfahren haben. Wir wollten der Welt sagen: man kann das Neue Gebot Jesu leben, Seine Gegenwart unter uns ist eine sichtbare Wirklichkeit, die die Gesellschaft verändern kann. Im Lauf der Zeit habe ich diese Erfahrungen in allen Gemeinschaften der Bewegung gemacht, wo ich lebte. So wie heute in Bogotá mit dem liebenswerten kolumbianischen Volk.

Aus dieser Liebe zur Kirche heraus, die uns Chiara durch ihr Leben hinterlassen hat, stelle ich  mich mit Freude in ihren Dienst.