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10. Februar, 2012
Politik, Arbeit, Legalität, Erziehungsnotstand, Migration, Zusammenhalt zwischen dem Norden und Süden des Landes, Dialog mit dem Islam. Um diese Themen ging es bei einem Seminar der Führungskräfte der Fokolar-Bewegung in Italien. Bedeutend der Beitrag der Jugendlichen.

Paolo Loriga von “Città nuova” bemerkt launisch in seinem Bericht: “Wenn man an die Eiseskälte denkt, die gegenwärtig Italien erfasst, hat man die geeignet Metapher für die Krise vor Augen, die Italien im Griff hat“.

 

400 Vertreter der Fokolar-Bewegung aus ganz Italien kamen vom 3.-5. Februar in Castel Gandolfo zusammen, um sich der Frage zu stellen: “Was können wir, intensiver und besser als bisher, für Italien tun?“.

 

Dabei kam die grundlegende Entscheidung heraus, gemeinsam in Italien aufzutreten, nicht nur in den für die Fokolar-Bewegung üblichen regionalen Zentren, sondern auch als nationale Kraft. Es geht um folgende Prioritäten:

 

Politik: Stärkere Unterstützung des „Forums Politik und Geschwisterlichkeit“ (in Italien: Movimento politico per l’unità), das in Italien bereits auf einen längeren Erfahrungsspielraum zurückblicken kann. Dabei geht es gegenwärtig vor allem um die Reform des geltenden Wahlrechts.

 

Arbeit und Wirtschaft: Intensivierung des bereits bestehenden nationalen Netzes zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Sektor der Arbeitsvermittlung, besonders für junge Menschen. Der Industriepark Polo Lionello bei Loppiano/Florenz wird seine Dienste auf das ganze Land ausdehnen, vor allem mit seinem „Know How“ zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.

Die Initiativen und Aktivitäten auf regionaler Ebene zum Thema größere Legalität und Erziehungsnotstand werden besser koordiniert, um effizienter arbeiten zu können. Das Gleiche gilt für die Initiativen zum Thema Migration, Integration und interreligiösem Dialog. Hier soll als Erstes eine nationale Standortkarte erstellt werden, auf der die Aktivitäten zugunsten von Einwanderern eingezeichnet werden.

Ein weiteres Spektrum intensiverer Zusammenarbeit bietet das vielfältige Engagement der Bewegung in den Gremien der katholischen Kirche. Auch der wachsende Dialog mit den muslimischen Gemeinschaften in Italien und die Einbindung junger Italiener in die politische Weiterbildung soll national intensiviert werden.

Wenn das alles wirklich durchgeführt werden wird, kann man tatsächlich von einem bedeutenden Dienst an der Zukunft des Landes sprechen.

(Paulo Lòriga)