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27. März 2012
Die erste Etappe ihrer Reise nach Lateinamerika (20. März - 25. April) führte die Präsidentin und den Kopräsidenten der Fokolar-Bewegung, Maria Voce und Giancarlo Faletti, nach Guatemala.

Außer der Begegnung mit ihnen stehen Treffen mit anderen Bewegungen auf dem Programm sowie Gespräche mit politischen und kirchlichen Persönlichkeiten Guatemalas. Kinder und Jugendliche des Schulzentrums, das von der Bewegung unterhalten wird, bieten folkloristische Tänze zur Begrüßung an. 210 Kinder werden in diesem Zentrum, das Fiore Ungaro gewidmet ist, der ersten italienischen Fokolarin, die in diese Länder Mittelamerikas gekommen ist, von 28 Mitarbeitern unterrichtet und betreut.

Das Zentrum ist ein Ausdruck der konkreten Liebe der Fokolare zu diesem Volk, das seine Lebensbedingungen nur dann entscheidend verbessern kann, wenn das Recht auf Bildung an vorderster Front steht. Bei der Begegnung mit den Vertretern von zehn kirchlichen Bewegungen der “Comisión de Movimientos Laicales y Nuevas Comunidades”, der guatemaltekischen Bischofskonferenz ist auch der Bischof von Escuintla, Bischof Victor Hugo Palma Pául anwesend. “Euer Charisma begeistert die Menschen”, hebt er hervor, “es sammelt und erwärmt das christliche Leben in unserem Land, denn es setzt seinen Akzent auf die Einheit”.

Etwa 40 Fokolare und Fokolarinnen leben in den mittelamerikanischen Ländern. Sie kommen aus Argentinien, Ekuador, Mexiko, Kolumbien und Italien. Aufmerksam hört Maria Voce ihren Erfahrungen zu, die aus dem beruflichen und gesellschaftlichen Bereich kommen, aus Politik und Ökumene und von einer Vielzahl sozialer Projekte berichten.

Am Ende macht die Präsidentin einen Vorschlag: „Die Einheit muss über eine Kultur des Vertrauens in die Herzen der Menschen eindringen. Man muss Vertrauen in den anderen haben, in die Schwester, den Bruder. Der andere will das, was ich auch will: die Einheit. Alles was er tut, steht im Dienst der Einheit, nicht im Dienst persönlicher Profilierung. Die Wege sind verschieden, doch das Ziel bleibt das gleiche. Also es geht um das Vertrauen in Gott und in den anderen. Gott ist am Werk, und er braucht nicht perfekte Menschen, sondern Menschen, die sich von ihm führen lassen“.

600 Mitglieder und Freunde der Bewegung sind zum großen Treffen nach Guatemala City gekommen. Die Geschichte der Bewegung in Mittelamerika grenzt ans Wunderbare. Trotz unglaublicher Schwierigkeiten jedweder Art, Bürgerkriege, wirtschaftliche Rezession, Verfolgungen, großen Entfernungen, hat sie sich seit 1954 in allen Ländern ausgebreitet. „Eure Völker mit ihrer jahrtausendealten Kultur scheinen mir die Aufgabe zu haben“, so Maria Voce am Ende der Veranstaltung, „der Welt zu zeigen, wie die Menschheit aussehen könnte, würde jedes Land den Reichtum der anderen Länder schätzen. Jedes Land braucht das andere, um ein Mosaik großer Schönheit zu bilden“.

Die Beziehung der Präsidentin zu den etwa 200 Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren, die zu dem Treffen kamen, ist einfach und direkt. Sie sprechen auch von ihren Schwierigkeiten, sehr oft gegen den Strom der Allgemeinheit schwimmen zu müssen. Maria Voce macht ihnen Mut: „Ihr seid nicht allein. Jedes Mal, wenn ihr vor einer Entscheidung steht, denkt daran: ihr seid nicht allein, alle jungen Menschen, die sich für die vereinte Welt entschieden haben, sind mit euch”!