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7. Mai 2012
“Bewegungen und Neuevangelisierung” – unter diesem Thema trafen sich in den Castelli Romani Vertreter kirchlicher Bewegungen, um miteinander über die Charismen nachzudenken, die in allen Epochen das Leben der Kirche bereichert haben: Zusagen des Evangeliums im Lauf der Geschichte.

Die Teilnehmer kamen vornehmlich aus Italien, aber auch Vertretungen aus Spanien, Deutschland, Schweiz und Tschechien waren dabei. Nachrichten aus Argentinien, Brasilien und Mittelamerika (Guatemala) sorgten dafür, dass auch Weltweite ins Spiel kam. Das Engagement der Laien in allen Kontinenten sorgt für einen neuen Frühling in der Kirche.

Im Mittelpunkt der Konferenz standen die Lineamenta in Vorbereitung auf die nächste Bischofssynode im Oktober 2012 zum Thema: „Die neue Evangelisierung zur Weitergabe des christlichen Glaubens“. Bei der Synode wird den geistlichen Bewegungen großer Spielraum eingeräumt als Träger einer breiten Evangelisierung. Sie werden anerkannt als Gabe des Heiligen Geistes, und so heißt es in den Lineamenta: „…Der Frühling der neuen Bewegungen ist ein sichtbares Zeichen, dass der Sinn für das Religiöse nicht abgestorben ist“ (Nr.8). „Es ist diesen Gruppen gelungen, die Frische und die Energie ihrer Überzeugung in die Glaubensvermittlung einzubinden“. (Nr.15).

März 2012: Maria Voce trifft sich mit den Verantwortlichen der Bewegungen in Guatemala.

In den Lineamenta wird außerdem die Notwendigkeit betont, das Evangelium gemeinsam, als Ausdruck eines ganzen Volkes zu verbreiten: Jugendliche und Familien, persönliche und globale Zeugnisse, ein Glaubenschor, der in der Lage ist, einen gemeinschaftlichen Stil zu vermitteln, der über die eigenen Grenzen hinausgeht und sich dem Dialog mit allen, Glaubenden und Nichtglaubenden öffnet. „Evangelisten“, die ganz durchdrungen sind vom Evangelium und es hinaustragen in die Szenarien dieser Welt.

Die „Szenarien dieser Welt“ riefen natürlich die Politik auf den Plan und den Blick auf das „Miteinander für Europa“ ((www.together4europe.org), dessen Träger christliche Bewegungen vieler Kirchen sind. Igino Giordani stand auf dem Programm und seine Sicht der Politik: Politik als Prophetie. Bereits in den Nachkriegsjahren, als es galt, Italien neu aufzubauen, reichte der Blick Giordanis nach Europa, ein Blick, der auch im Kalten Krieg Russland mit einbezog.

Andere Überlegungen gingen aus von den Worten Chiara Lubichs, die in jeder Bewegung, in jedem Orden ein bestimmtes, ins Leben umgesetztes Wort des Evangeliums erkennt.

Hier kam die ganze Schönheit der Kirche zum Vorschein und damit das Verantwortungsgefühl, dafür zu sorgen, dass all diese Worte des Evangeliums, diese reiche Fülle von Charismen in Gemeinschaft miteinander leben, um so mit aller Kraft die Faszination des gelebten Evangeliums in alle gesellschaftlichen Bereiche hinein auszustrahlen.

(500)Verhaltensregeln