Schrift vergrößern Kleinere Schrift PDF email Drucken
31. Mai 2012
Der Osservatore Romano hat eine monatliche Beilage eingeführt, die unter dem Titel „Frauen, Kirche, Welt“ den Frauen gewidmet sein soll. Zu den ersten Interviewpartnern gehört Maria Voce, die Präsidentin der Fokolar-Bewegung. Hier ein kurzer Auszug aus dem Interview mit Lucetta Scaraffia.

“Wir haben Wert darauf gelegt, dass in der neuen Beilage des Osservatore Romano ein Interview mit Ihnen veröffentlicht wird: Sie sind die einzige Frau, die an der Spitze einer sehr wichtigen Bewegung steht. Belastet Sie das in den Beziehungen zur kirchlichen Hierarchie?“

„Es belastet mich nicht nur nicht, sondern diese Besonderheit wird immer mehr vom Papst, von Kardinälen und Bischöfen anerkannt und geschätzt. Johannes Paul II. hat das ausdrücklich betont: es ist Zeichen und Garantie für das marianische Profil der Kirche, das die übernatürliche Liebe, die Heiligkeit ins Zentrum rückt und gleichbedeutend ist mit dem apostolisch-petrinischen Profil. Diese Dimensionen tragen dazu bei – so Wojtylha – „das Geheimnis Christi gegenwärtig zu machen und sein Heilswirken in der Welt“. Aber das war am Anfang der Bewegung, in den ersten 20 Jahren durchaus noch nicht so: damals war diese Tatsache eine absolute Neuheit! Dahinter steht ein langer und mitunter sehr schmerzlicher Weg (…).

 Die Kirche hatte in diesen letzten Jahren große Schwierigkeiten zu überwinden. Glauben Sie, dass eine größere Präsenz der Frauen diesen Weg hätte erleichtern können?

 Das ist schwer zu sagen. Ich würde vorschlagen, auf die Gegenwart zu schauen. Die ganze Menschheit macht eine große Krise durch, nicht nur die Kirche. Wenn, wie der Papst sagt, eine Glaubenskrise all dem zugrunde liegt, dann hat die Frau, wo auch immer sie lebt und wirkt, die spezielle Berufung, Gott zu bringen, jene übernatürliche Liebe, in der die größte Kraft steckt, um Kirche und Gesellschaft zu erneuern.

Editorial Osservatore Romano

(500)Verhaltensregeln

Rudi d. M Schloegl

3. Juni 2012 at 16:21

Mi piace questo intervista perche dimostra molto sapienza, profondita e amore alla chiesa e alla autorità.