Am 12. Mai dieses Jahres trafen sich rund 300 christliche Gemeinschaften aus Europa in Brüssel, um konkrete Zeichen zu setzen für ein geeintes Europa. 151 Städte des europäischen Kontinents waren über Internet angeschlossen und organisierten eigene Parallelveranstaltungen. Auch Portugal gehörte dazu. Richten wir heute unsere Aufmerksamkeit auf dieses Land, das vom 15.-22. August den Besuch der Präsidentin der Fokolar-Bewegung, Maria Voce, und des Kopräsidenten, Giancarlo Faletti, erwartet. Fünf Städte sind eingebunden in das große Projekt „Miteinander für Europa“, bei dem es zuerst um den Aufbau geschwisterlicher Beziehungen unter den verschiedenen christlichen Gemeinschaften geht.

Lissabon. 110 Jugendliche haben am 12. Mai die touristischen Sehenswürdigkeiten der Stadt durchstreift, um Flyer mit den „7 Ja“ des „Miteinanders für Europa“ zu verteilen. Sieben Bewegungen arbeiten hier zusammen: Schönstatt, Emmanuel, Cursilhos, Equipas de Nossa Senhora, Verbum Dei, Metanoia und die Fokolar-Bewegung. Am Nachmittag trafen sich rund 350 Personen, um den bisherigen gemeinsamen Weg zu überprüfen und Erfahrungen mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auszutauschen.
Porto. Ein Jahr lang haben sich die Gemeinschaften vor Ort auf diesen Tag vorbereitet. Der Bischof von Porto, Mons. Clemente dazu: “Diese chrsitliche Initiative ist die beste Garantie für die Zukunft. Hier kann jeder mitmachen und sich einbringen“.
Coimbra. Hier stand die Familie im Mittelpunkt. 250 Teilnehmer nahmen an einer Wanderung teil, die in der Internetschaltung mit Brüssel ihren Abschluss fand. Alle Altersstufen waren vertreten, von Babys und Kleinkindern hin bis zu Großeltern und Urgroßeltern. Zum Programm gehörte die Preisverleihung eines gestalterischen Wettbewerbes in den Schulen der Stadt zum Thema: „An den christlichen Wurzeln Europas“.
Funchal, Madeira. Die Stadt nahm zum ersten Mal am Projekt “Miteinander für Europa“ teil. Neun Bewegungen waren dabei: ACI, ACR, Cursilhos, Equipas de Nossa Senhora, Equipas Jovens de Nossa Senhora, Focolare, RnS, Schönstatt, Verbum Dei. Die Internetschaltung mit Brüssel fand in der Universität der Stadt teil. Besonderes Kennzeichen der Initiative war eine Lebensmittelsammlung im Rahmen der Kampagne: “Funchal, eine solidarische Stadt”.
Faro, im südlichsten Teil des Landes. Die Stadt ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl ethnischer Bevölkerungsgruppen und wenig Religiosität. Sechs Bewegungen – Cursilhos, RnS, Convivi Fraterni, Scout, Liga de Ação Missionária und Focolare – die sich zusammentun, sind daher von besonderer Bedeutung. 150 Teilnehmer kamen zum ökumenischen Gebet. Am 12. Mai haben Jugendliche am Run4unity teilgenommen, Lebensmittel wurden verteilt und der Bischof der Stadt, Mons. Quintas, sprach ein Grußwort zur Eröffnung.

Nach einer Woche kam die unerwartete Einladung, an der Fernsehdebatte „Pros e Contras“ teilzunehmen, sicherlich ein Ergebnis der vielfältigen Initiativen des „Miteinanders für Europa“ im Zusammenhang mit dem 12. Mai in Brüssel. Ein wichtiger Schritt für die Einheit der Gemeinschaften und Bewegungen in Portugal und eine große Chance, einem größeren Publikum Ziele und Methoden des Miteinanders zu vermitteln, als Hoffnungszeichen in Zeiten der Krise.





