Live aus den Philippinen

 
Die Städte, die von dem verheerenden Taifun am 8. November getroffen wurden, erholen sich langsam. Carlo Gentile und Ding Dalisay, Fokolar-Verantwortliche von Cebu, berichten über das Netz der Hilfe.

„Bisher konnten wir ca. 500 Familien helfen, die wiederum anderen Familien helfen, dank der Unterstützung der Fokolar-Bewegung aus der ganzen Welt und von vielen anderen. Wir sammeln jetzt Mittel, um die zerstörten Häuser wieder aufzubauen. Daher zählen wir weiterhin auf die Unterstützung aller.“ Diese Einladung sprachen die beiden Verantwortlichen der Fokolare von Cebu, Carlo Gentile und Ding Dalisay, während einer weltweiten Konferenzschaltung mit 6.343 angeschlossenen Orten aus.

Ihr Bericht geht weiter mit einigen Tatsachen, die die Solidarität verdeutlichen, die sich verbreitet, wenn auch die Lage weiterhin bedenklich ist. „Am Tag nach dem Taifun sind einige von uns in die am stärksten betroffenen Gebiete aufgebrochen, um Hilfsmittel zu bringen. Einige haben sich entschieden, ihre Stadt zu verlassen, andere blieben dort. „Wir können nicht weggehen und vor unserer Verantwortung fliehen. Wir müssen die Gehälter bezahlen, der Stadt helfen, wieder auf die Beine zu kommen…“, erklärt Bimboy, der Präsident der Universität und Mitglied der Fokolar-Bewegung. Bimboy geht täglich 10 km zu Fuß, um zur Universität zu kommen und ein Minimum an Normalität zu gewährleisten.

Pepe und Marina sind die Verantwortlichen der lokalen Fokolar-Gemeinschaft von Tacloban. Sie versuchen, allen zu helfen: ein Nachbar braucht Benzin, sie geben ihm das Wenige, das noch in ihrem Auto ist. „Was sollen wir jetzt machen?“, fragen sie sich. Am Tag danach kommt unerwartet ein Cousin, der sich entschieden hat, die Stadt zu verlassen, und überlässt ihnen seinen Lieferwagen bis zu seiner Rückkehr.

Inzwischen treffen in Cebu Hilfsgüter von der Fokolar-Bewegung aus der ganzen Welt ein. In der New City Philippines ist zu lesen, dass „die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft schlichtweg mitreißend ist. Die Verheißung des Evangeliums ‚wenn ich erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen‘ schien sich hier in Tacloban verwirklicht zu haben. Aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt schicken selbst kleine Kinder die Ersparnisse aus ihren Sparbüchsen.“

Es entsteht eine positive Kettenreaktion. Ein italo-philippinisches Ehepaar, das in Italien lebt, erzählt, das die Mitglieder der Fokolar-Bewegung 23 Pakete nach Abuyog (das Dorf, in dem ihre Angehörigen leben, AdR) schickten. „Es waren nicht nur Lebensmittel – berichten sie –, sondern auch Zelte, Moskitonetze, Luftmatzen und anderes. Die Pakete hatten einen schwierigen Weg zurückzulegen und wurden einige Stunden vor der Stadt blockiert… aber dann ist es gelungen, sie zurück zu bekommen.“ Dann begann ein Netz der Solidarität, um den weniger Glücklichen zu helfen: „Sie durchsuchen die am meisten betroffenen Gebiete, verteilen die erhaltenen Pakete und den Reis den sie kaufen konnten; geben den Familien, die in Not sind, Zettel und laden sie ein, weitere Hilfen abzuholen.“ Weitere Hilfen treffen ein, sei es über die Organisation AFN („Azione per Famiglie Nuove“) oder AMU der Fokolar-Bewegung, die seit Jahren in der Region tätig und in sehr engem Kontakt zur Bevölkerung sind.

Angel, eine Jugendliche der Fokolar-Bewegung auf den Philippinen, ermutigte ihre Lehrer und Klassenkameraden, zugunsten der Taifun-Opfer auf etwas zu verzichten, indem sie sagte: „Während ein Teil von uns stirbt, lebt ein anderer.“ Mit ihrer Initiative sammelte sie viele Güter und 20.000 Pesos (330 €) an einem einzigen Tag. Michael, ein weiterer Jugendlicher der Fokolar-Bewegung, sammelte in seinem armen Dorf 7 Säcke guter und brauchbarer Kleidung. Es treffen Hilfsmittel und Unterstützung ein aus reichen und armen Nationen.

Schließlich erzählt Amiel: „Es wird viel Zeit brauchen, um zum normalen Leben zurückzukehren. Aber wir werden vorwärts gehen, nachdem wir eine Erfahrung gemacht haben, die mit der von Chiara Lubich während des Krieges vergleichbar ist. So können wir auf unsere Weise bezeugen, dass Gott Liebe ist.“

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