Familie: Solidarität steckt an

 
Patenschaften für Kinder in aller Welt.#obiettivo15mila – das war die Herausforderung, der sich die Italiener stellten, allen voran die Stadt Rom, aber auch in vielen anderen italienischen Städten. Organisiert wird die Aktion von AFNonlus, einem Verband, der sich an den Werten der Familien der Fokolar-Bewegung orientiert.
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20150608-03„Im vergangenen Jahr wurde ein zweijähriges Kind aus meiner Bekanntschaft lebensgefährlich krank. Aber da es ‚zufällig‘ hier geboren wurde, standen sofort alle medizinischen Hilfsmittel zur Verfügung, und das Kind wurde wieder gesund. Wenn es jetzt aus einem Land käme mit weniger Wohlstand? Wieso hatte dieses Kind Glück und andere nicht? Haben die anderen Kinder auf der Welt nicht die gleichen Rechte?“ Diese Fragen stellte sich Gabriella und beschloss, das zu tun, was in ihren Möglichkeiten lag. Sie organisierte eine Geldsammlung für arme Kinder, versuchte die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, bat den Bürgermeister darum, für diese Initiative den zentralsten Platz der Stadt Marcignago di Pavia (Norditalien) zur Verfügung zu stellen und bat um die Mitarbeit der Pfarrei, der Diözese und der Lokalpresse. „Ich weiß nicht, was dabei herauskommen wird, aber ich weiß, für wen ich das tue, und das reicht mir, um das bestmöglichste Ergebnis zu erwarten.”

Eines der vielen Zeugnisse der Förderer der Kampagne #obiettivo15mila von AFNonlus, die am 24. Mai in Rom (im Viertel der Città dell’Altra Economia) lanciert wurde. Ziel dieser Veranstaltung war es – so Andrea Turatti, der Verbandsleiter – “das öffentlich zu machen, was wir bereits in vielen Ländern der Welt tun für 13.000 Kinder, die durch rund 100 Projekte in 50 Ländern Nahrung, medizinische Versorgung und Schulunterricht bekommen. Wir möchten unseren Einsatz verstärken und viele andere mit dem Virus der Solidarität anstecken.“

In vielen Städten Italiens fanden Solidaritätskundgebungen statt. Über Internetschaltungen kamen Berichte aus verschiedenen Sozialzentren in der Welt: da kamen Mitarbeiter aus ambulanten Versorgungseinrichtungen zu Wort, aus Kindergärten und Schulen, man berichtete von der Betreuung  der Kinder nach der Schule, von berufsbildenden Förderungen und medizinischer Versorgung. Diese Hilfsprogramme sind eingebunden in ein weites Netz mit nationaler und internationaler partnership zur Förderung von Familien und ganzen Dorfgemeinschaften zum Wohl der Kinder.

„Auch wir möchten solidarisch leben“, meldet sich Yopun Vera zu Wort, die dank der Patenschaften die Mittelschule auf dem College Gue Pascal in Man (Elfenbeinküste) besucht. „Um vier Mitschülern zu helfen, die krank sind und Medizin brauchen, haben wir einen Gemüsegarten angelegt, in dem wir Salat und Spinat anbauen, den wir dann verkaufen.“

„Die Patenschaften tun auch uns gut, nicht nur denjenigen, die dadurch gefördert werden. Wir kommen in Kontakt mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Sie helfen uns, bescheidener zu leben, andere Werte zu entdecken und Gemeinschaft zu fördern“, betonte Vincenzo Curatola, der Präsident von ForumSad, ein Zusammenschluss von etwa 100 Verbänden auf nationaler Ebene. Ein Beispiel sind Guido und Azzurra, die zusammen mit anderen Jugendlichen aus römischen Stadtvierteln schon seit zwei Jahren einen Verband gegründet haben, der sich am andere kümmert. „Die schönste Erfahrung haben wir auf den Philippinen gemacht, wo wir zusammen mit AFNonlus den Opfern des Taifuns Hayan geholfen haben. Wir haben in den Fokolaren gewohnt, dort haben wir eine Realität mit Händen greifen können, die wir sonst nur aus dem, Fernsehen kennen. Wir haben gelernt, anders zu denken im Kontakt mit diesen Menschen. Wir engagieren uns jetzt langfristig bei AFNonlus für die Patenschaften, und zwar für ein Mädchen im Rollstuhl: Princess, ihr Lächeln macht sie zu einer kleinen Sonne.“

Giusy, die in der Nähe von Pisa wohnt, hat berichtet wie ein Familienkreis der Fokolar-Bewegung mit der Zeit den ganzen Ort gewonnen hat, die Kommunalverwaltung und etwa 300 Familien. „Vor 20 Jahren haben ein Kollege und ich eine Initiative angestoßen“, erzählt Massimo Grossi vom RCS Corriere della Sera, „die inzwischen 250 Journalisten verschiedener Medien erfasst hat. Durch viele kleine Beiträge haben wir 50 Patenschaften für Kinder in Afrika und Asien übernehmen können: viele kleine gemeinsame Beiträge, das ist unsere Kraft und der Geist, aus dem wir handeln.“

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Rückkopplung

  1. Federica

    Grazie per la giornata speciale che abbiamo passato tutti insieme, come una famiglia impegnata nel perseguire un obiettivo, tanto importante quanto naturale, quello di aiutare tanti e tanti bambini del mondo ad essere liberi di sognare e di scegliere la propria vita.
    Quello che per noi può essere scontato, non lo è affatto per troppe persone.
    Federica

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  2. gabriella

    Che bella condivisione! Mi ha fatto un certo effetto rileggere da qui la mia esperienza…. posso solo dire che questo contagio non può „colpire“ una volta sola o…spot…deve modificare il nostro dna. E quello che spero accada qui a Marcignago. Grazie

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    • Rosa

      E‘ vero! siamo stati tutti un po‘ contagiati e quel che vale ora è che non cessi la condivisione che ci aiuti a restare in tale ottica. Grazie mille!!!

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    • Giovanna Pieroni

      Grazie a te Gabriella… perché ci credi… fino in fondo!

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