Deutschland: Initiativen für die Flüchtlinge

 
Von sofortigen Hilfsmaßnahmen bis zu einer ‘Gegenoffensive für den Frieden’ und der Öffnung der eigenen Häuser für die Flüchtlingsfamilien. Geschichten (außer)gewöhnlicher Gastfreundschaft.

1443023160994Deutschland hat sich in jüngster Zeit wiederholt die Schlagzeilen auch der internationalen Presse erobert aufgrund seiner Flüchtlingspolitik. Auch die Fokolar-Bewegung, die sich seit vielen Jahren für die Integration von Flüchtlingen einsetzt, hat ihre Bemühungen verstärkt, um die vielen Flüchtlinge, die nach Deutschland strömen, aufzunehmen.

Viele engagieren sich in den lokalen Helferkreisen der Gemeinden und Pfarreien, suchen Möbel, Kleidung, Spielsachen und andere Dinge für die Erstausstattung, geben Deutschunterricht und begleiten die Flüchtlinge bei Arzt- oder Ämterbesuchen, wie beispielsweise in Augsburg. Die Bewegung in Ottmaring hat eine Wohnung für junge pakistanische Flüchtlinge zur Verfügung gestellt, andere Unterbringungsmöglichkeiten sind im Gespräch..

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gegenoffensive gegen Flüchtlingsfeindlichkeit, die sich vereinzelt in Deutschland zeigt aus Angst vor der hohen Zahl der Flüchtlinge. Ein Mann aus Aschaffenburg schreibt: „Wir wissen, dass die Rechten, die Unfrieden und Angst verbreiten wollen, sehr stark vernetzt sind. Wir haben als Gegenoffensive ein Gebetsnetz gestartet.“ Neben den konkreten Hilfsdiensten verabreden sich er und seine Freunde und Bekannten für das regelmäßige Gebet für die Flüchtlinge, ihre Nöte und Bedürfnisse.

Eine Fokolarin, die im Helferkreis der Gemeinde Unterhaching bei München engagiert ist, erzählt: „Eine Möglichkeit des Einsatzes sehe ich auch darin, anderen von den Menschen zu erzählen, die ich im Asylbewerberheim kennen gelernt habe. Es sind Menschen mit Hoffnungen und Ängsten – wie jeder von uns“.

Die Fokolare aus Dresden schreiben: „Wir erleben, dass viele Menschen hier in großer Sorge, manche sogar in Angst leben. So haben wir Anfang September zu einem offenen Abend unter dem Thema: ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ eingeladen. Der Abend hat viele ermutigt, sich auf konkrete, gemeinsame Initiativen einzulassen.“

„Punkt 7“ heißt eine Initiative des Augsburger Fokolars zusammen mit anderen geistlichen Gemeinschaften: Ein interreligiöses Gebet am Abend des 7. eines jeden Monats, mal in der katholischen Stadtkirche von Augsburg, mal in den evangelischen. Es geht dabei um ein Gebet für die jeweiligen aktuellen nationalen und internationalen Nöte und Sorgen. Auch Asylanten kommen hier zu Wort.

Ein Ehepaar aus München, auf dem Sprung in den Wochenendurlaub in den Bergen, hat stattdessen eine syrische Mutter mit drei kleinen Kindern beherbergt auf der Weiterreise nach Karlsruhe. „Das schönste Wochenende, das man sich vorstellen konnte.“

Die Jugendlichen der Fokolar-Bewegung wollen ab dem 11. September die sozialen Netzwerke mit dem Hashtag #OPENYOURBORDERS überfluten und zu konkreten Initiativen ermutigen, die zu den vielen Aktionen hinzukommen, die sie im Rahmen ihres „United World Project“ schon laufen.

Angela Merkel, die deutsche Bundeskanzlerin, hat ihren Landsleuten einen bedenkenswerten Satz mit auf den Weg gegeben: „Christsein leben statt Muslime fürchten.“

www.fokolar-bewegung.de

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