Familie im Mittelpunkt

 
“Chiara Lubich und die Familie” war das Thema des diesjährigen Gedenktages an die Gründerin der Fokolar-Bewegung, die am 14. März 2008 zu Gott heimgerufen worden ist. Gleichzeitig feierten die „Neuen Familien“ der Bewegung ihr 50jähriges Bestehen mit „Family Highlights“ vom 10. bis 12. März in Loppiano (Italien) sowie durch Veranstaltungen weltweit.

Family Highlights_LebanonIn den letzten Jahren bricht der Frühling einige Tage vor dem offiziellen Kalenderdatum an: Rund um den 14. März, den Todestag Chiara Lubichs, gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen und Initiativen an vielen Orten des Planeten, die an die Gründerin der Fokolar-Bewegung erinnern und ihr Erbe konkret zum Tragen bringen.

2017 verbindet sich dieser Gedenktag mit dem 50jährigen Bestehen der “Neuen Familien”. Mittlerweile erfasst diese Gruppierung rund 800.000 Familien in der ganzen Welt, die sich an der Spiritualität der Einheit orientieren und in ihrer Umgebung die Werte einer universellen Geschwisterlichkeit vertreten.

Chiara Lubich und die Familie – ein starkes, weitreichendes Thema. Die Fokolar-Gründerin hat von Anfang an der Familie einen hohen Stellenwert eingeräumt als Urzelle und Modell der Gesellschaft. „Hier vor euch habe ich den Eindruck, Jesus zu sehen, der auf die Menschen schaut und sich ihrer erbarmt“ hatte Chiara in ihrer Gründungsansprache der „Neuen Familien“ am 19. Juli 1967 gesagt. „Auf euren Schultern liegt ein zum großen Teil zerbrochener Teil dieser Welt, der Ihm in Seiner Verlassenheit ähnlich ist. (…) Doch dieses Mitleid muss sich in konkrete Werke verwandeln.“

Family Highlights_bDiese Werke sind heute sichtbar: kulturelle Initiativen, Unterstützung für Minderjährige, Familienseminare, Begleitung von getrennt lebenden oder geschiedenen Ehepartnern, soziale und pädagogische Projekte, die den anthropologischen, universellen Wert der Familie als Keimzelle der ganzen Menschheitsfamilie unterstreichen. Die Familie hat als Markenzeichen den ganz konkreten Lebensbezug, wie auch auf den beiden Familiensynoden (2014-2015) betont wurde, deren Ergebnisse in das Apostolische Schreiben von Papst Franziskus Amoris laetitia  Eingang gefunden haben.

 “Die Freude der Liebe”, von der Franziskus spricht, kommt gut zum Ausdruck in den Stimmen und den Gesichtern all der Menschen, die aus den fünf Kontinenten nach Loppiano gekommen sind, um an den FamilyHighlights” teilzunehmen: drei Tage, um die Kunst der gegenseitigen Liebe zu vertiefen und zu verstärken. „Das Eheleben ist wie eine Bootsfahrt“, kommentierte jemand aus Peru, „wenn du allein ruderst, ist es sehr mühsam.“ Die Kunst der gegenseitigen Liebe bewirkt eine große Kraft, in der sich die Familie ständig neu generiert: durch Vertrauen, Vergebung, Verantwortung, Kreativität, Unterstützung, Akzeptanz…

Family HighlightsRund um das Event von Loppiano gruppierten sich über 100 Veranstaltungen in der ganzen Welt, angefangen beim Start im Januar in Ägypten, dann folgten Panama, Kroatien, Italien, Uganda, Tansania, USA, Brasilien, Frankreich, Kenia, Litauen, Australien, Belgien, Kanada, Burundi, Singapur…bei diesen Veranstaltungen ging es um konkrete Erfahrungen und Studientage zu den aktuellen Themen der Familie wie die Kindererziehung und die Beziehung unter den Ehepartnern, es waren Geschichten aus dem konkreten Alltag in Kriegsgebieten, die verstecktes Heldentum ans Licht brachten und Geschichten über handfeste Solidarität mit benachteiligten Völkern. Überall haben die Familien die Hand im Spiel. Natürlich gab es auch viele festliche Elemente und gemeinsames Gebet. Es ist unmöglich, sie alle zu beschreiben und aufzuzählen, doch dieses weltweite „Feuerwerk der Familie“, das zusammen mit anderen Bewegungen, Verbänden, Kirchen und staatlichen Institutionen in aller Welt entzündet worden ist, machte deutlich, was Chiara Lubich 1993 prophezeit hatte: „Die Familien sind die Samenkörner der Gemeinschaft für die Menschheit des dritten Jahrtausends“.

Verhaltensregeln(500)

 

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