Gelebtes Evangelium: Hier bin ich!

 
Das Wort des Lebens vom Dezmeber (Lk 1,38) lädt uns ein zum Dienst an den Bedürftigen, mit der gleichen Bereitschaft wie Maria von Nazareth.
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20171206-01Nicht Rivalin, sondern Tochter
Ich habe eine schwierige Zeit mit meinem Mann Martin durchgemacht wegen der Schwiegermutter. Sie konnte sich einfach nicht von ihrem Sohn lösen und sah in mir nur eine Konkurrenz. Ich war nahe daran, meine Familie zu verlassen, als das Wort des Lebens kam. Freunde schickten es mir regelmäßig, aber ich habe es nie gelesen, auch wenn ich mich für eine Christin hielt. Aber durch die familiäre Situation lag ich am Boden, und Gott war weit weg von mir. Dieses eine Mal habe ich es gelesen, und bereits beim ersten Satz hatte ich den Eindruck, dass es genau für mich geschrieben war. Unter Tränen habe ich Gott um Hilfe angefleht. Einige Tage später haben Martin und ich, soizusagen als letzte Möglichkeit, an einem Treffen für Familien teilgenommen. Es ist uns in diesem Klima gelungen, erneut unser Ja zueinander zu geben. Es war die Wende meines Lebens. Mit der Unterstützung anderer Ehepaare ist es mir gelungen, die Zuneigung meiner Schwiegermutter zu erlangen. Mit der Zeit sah sie in mir keine Rivalin mehr, sondern eine Tochter. Als sie krank wurde, habe ich mich mit Hingabe ihrer Pflege gewidmet und sie auf die Begegnung mit dem Vater im Himmel vorbereitet.  (Lucero – Kolumbien)

Provvidenza
Am Morgen des 24. Dezembers war ich auf dem Markt, um für das Weihnachtsessen einzukaufen. Aber die Getränke mußte ich noch besorgen. Zuhause lag ein Brief, in dem mich Bekannte um Geld baten. Es war genau die Summe, die ich für die Getränke brauchte. Ich habe mich mit Giselle beraten und ihnen dann das Geld geschickt mit einem Brief: „Das ist unser Weihnachtsgeschenk für euch, macht euch keine Gedanken über die Rückgabe.” Wir haben einen wunderschönen Weihnachtsabend verbracht, mit Liedern, Musik und frischem Wasser. Einige Tage später haben wir ganz unerwartet eine Summe bekommen, die höher war als das, was wir verschenkt hatten. (G.P. – Kenya)

Auf dem Bahnhof
Ich war auf dem Weg zu meiner Tochter. Auf dem Bahnhof merkte ich, dass ich wegen einer Person, um die ich mich gekümmert hatte, die Frist für verbilligte Fahrkarten für Senioren verpasst hatte. Aber ich dachte bei mir, es sei besser gewesen, einem Menschen zu helfen, als eine billige Fahrkarte zu ergattern, und blieb fröhlich. Am Fahrkartenschalter erklärte mir der Beamte, dass an jenem Tag, nur an jenem Tag, alle Fahrkarten billiger waren. Die Ermäßigung war doppelt so hoch wie die Seniorenfahrkarte. (G.M. – Italien)

Das Risiko
Manchmal hat einer unserer Söhne einen Freund zum Schlafen mit nach Hause gebracht, der alles andere als vertrauenenswürdig aussah. Wir fragten bei unserem Sohn nach. Dabei kam heraus, dass er von zuhause weggelaufen war, Depressionen hatte, Alkohol trank und Drogen nahm, die er auch unserem Sohn angeboten hatte. Natürlich hatten wir Angst um unseren Sohn, auf der anderen Seite war da das Evangelium mit seinen Anforderungen. Wir versuchten also, ihn bei uns aufzunehmen. Eines Tages vertraute er uns an, dass er mit den Drogen aufgehört hatte und so leben wollte wie wir. „Euer Leben hat einen Sinn”, gab er als Erklärung an. Wir haben ihn dann mit der Zeit medizinisch behandeln lassen und Kontakt zu seinen Eltern aufgenommen. Sie haben jetzt angefangen, sich mehr um ihn zu kümmern. (C.A. – Brasilien)

Verhaltensregeln(500)

 

Rückkopplung

  1. Diego Ocariz

    Bellissime esperienze! grazie mille per condividere con noi..ci spinge ad amare sempre più! =)

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