Maria, Universum des Sohnes Gottes

 
An Weihnachten betrachtet Chiara Lubich das Geheimnis der größten Gestalt der Menschheit, die auf der Bühne dieser Welt erschienen ist. Und sie richtet den Blick auf den Hintergrund, der ihn enthält und hervortreten lässt: seine Mutter.

Christmas_2017_02Es lag im Plan der Vorsehung, dass das Wort Fleisch werde,
dass ein Wort, das Wort, mit Fleisch und Blut auf Erden geschrieben werde.
Und dieses Wort bedurfte eines Hintergrundes.

Die himmlische Harmonie wollte aus Liebe zu uns
auf Erden ertönen; und sie suchte ein Schweigen.Die größte Gestalt der Menschheit, die den vorausgegangenen Jahrhunderten ihren Sinn gab und die nachfolgenden heraufführte,
sollte auf der Bühne dieser Welt erscheinen.

Und sie brauchte einen farblosen Hintergrund,
der sie hervortreten ließ.
Das schönste Bild, das Gott, die Liebe, sich erdenken konnte,
musste sich göttlich und majestätisch abzeichnen in einem Herzen,
das zu dienen bereit war und in dem der Glanz aller Tugenden aufstrahlte.

Diese lichte Wolke,
die die Sonne einhüllt, aber nicht verdunkelt;
dieser helle Grund,
gewaltig wie ein Abgrund,
der das Wort umschließt, das Christus ist,
und sich in ihm verliert, Licht im Lichte;
dieses tiefe Schweigen, das nicht mehr schweigt,
weil in ihm die göttliche Harmonie des Wortes erklingt,
die in Christus zur tragenden Melodie wird,
gleichsam zum Grundton im ewigen Gesang des Himmels;
diese erhabene Szenerie, schöner als die Natur,
Zusammenspiel aller vom Schöpfer in die Schöpfung ausgegossenen Schönheit,
kleines Universum des Sohnes Gottes,
unscheinbar, weil sie ganz aufging in dem, der kommen sollte und gekommen ist;
dieser Regenbogen von Tugenden, der zur Welt „Friede“ sagt, indem er den Frieden bringt;
dieses Geschöpf, in den Abgründen des dreifaltigen Gottes erdacht und uns geschenkt,
ist Maria.

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