Gelebtes Evangelium: die Macht der Liebe

 
Das Wort von diesem Monat lädt uns ein, Brücken zu bauen und Wunden zu heilen
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Hausarreszt

20180124-02Anfang Dezember rief mich eine verzweifelte Mutter an und bat mich um Hilfe. Einer ihrer Söhne wurde vom Gericht zu einem elfmonatigen Hausarrest verurteilt. Sie besaß kein Haus, in dem das möglich war und niemand sonst wollte ihn aufnehmen. Ich war ihre einzige Hoffnung. Was sollte ich tun? Drei Tage später klopfte es an der Tür. Es war jemand, der häufig zu Besuch kam. Ich kochte Kaffee und wir begannen, uns zu unterhalten. “Was beschäftigt dich gerade?“, fragte mich mein Gegenüber. Ich erzählte ihm von der ganzen Geschichte. „Aber das könnte ich doch machen“, sagte er. „Aber hast du verstanden, um was es hier geht?“, fragte ich ungläubig. In der Tat, kannte er sich aus mit solchen Dingen. Er besaß eine kleine Wohnung und beschloss, sein Schlafzimmer dem Jungen zu überlassen, während er ins Wohnzimmer ziehen wollte. Die bürokratischen Angelegenheiten erledigte er prompt und die Monate verflogen erstaunlich schnell. Alles ging sehr gut, dem Jungen wurde sogar ein Teil des Arrestes erlassen. Für das Essen haben wir gesorgt, denn mein Freund hatte nicht viel zu verschenken. Mein „Ja“ hatte genügt, damit Gott seine Wunder wirkte.

(N.C. – Italien)

 Ich konnte ihm in die Augen schauen

Eines Tages wurde ich auf dem Schulweg in einer Unterführung von Jugendlichen angegriffen. Sie schlugen mich zusammen und nahmen mir mein Handy weg. Ich konnte kaum aufstehen vor Schmerzen und war voller Wut. In der Schule habe ich den anderen davon erzählt, aber sie nahmen mich nicht ernst. Ich wurde noch wütender. Nachts konnte ich nicht schlafen. Die ganze Gewaltszene lief wie ein Film immer wieder vor mir ab, und ich weinte vor Zorn. Erst einige Tage später sprach ich mit Freunden, die wie ich nach dem Evangelium zu leben suchen, darüber. Das hat mir geholfen, zu verzeihen. Als die Gerichtsverhandlung begann, konnte ich den Angreifern frei in die Augen schauen.

(Blog von T. Minuta)

20180124-01

Der Schein trügt

Ich war auf dem Weg zum Einkaufen, als mich jemand ansprach und um Geld bat. Ich gebe normalerweise nichts, weil ich erstens sowieso nicht allen helfen kann und zweitens ja auch nicht weiss, ob sie das Geld nicht für Drogen ausgaben. Der Junge hatte den Kopf geschoren und einen dunklen Ausdruck in den Augen. Er  erinnerte mich an Jugendliche, die mich vor Jahren ausgeraubt hatten. Ich habe meinen Schritt beschleunigt, aber an der nächsten Ecke sagte ich mir: „Wie will ich denn mit Gott sprechen, wenn ich diesem Jungen nicht helfe?” Ich bin zurück gegangen, um ihn zu suchen. „Was brauchst du”, fragte ich ihn. Er war total überrascht und sagte, er habe Durst. Ich habe ihn in einen Caféshop eingeladen. Auf meine Fragen antwortete er nur mit einem kurzen Ja oder Nein. Ich habe also von mir angefangen und von meiner Mühe, mich in einem neuen Land einzugewöhnen. Er schien jedoch uninteressiert. Also stand ich auf, um zu gehen, da fragte er: „Warum hörst du auf? Mir hat noch nie jemand von sich erzählt. Das ist ganz neu für mich, daran muss ich mich erst gewöhnen. Erzähle mir von deinem Land, warum bist du hier?” Ich habe weitere Colas bestellt und wir waren zwei Stunden zusammen. Am Ende haben wir uns umarmt. Zuhause habe ich Jesus diesen Jungen anvertraut, dessen Namen ich nicht wusste.”

(U.K. – Argentinien)

Verhaltensregeln(500)

 

Rückkopplung

  1. Marinova de la Cruz

    one of my friends messaged me frankly „sorry today i can’t live this password“. It was about forgiveness. So i just assured him of my prayers, then the following day, he messaged me again. „Good news, i accidentally met my enemy and thanks for your prayers i was able to forgive him after 35yrs!!!“ I just listened to him & words came out from my mouth saying „you know God is so happy waiting for you in the sacrament of reconciliation“, he did it & was very happy! the power of love makes miracle!

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