Maria, treibende kraft für das soziale handeln

 
Anniversary_logoZum Abschluss des Events „Die große Sehnsucht unserer Zeit“, am 3. März im Mariapoli Zentrum in Castelgandolfo (Rom), wo des 10. Todestages von Chiara Lubich gedacht wurde, fragten wir Maria Voce, in welcher Weise Chiara ihr Leben weiterhin inspiriert.
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Die Präsidentin der Fokolar-Bewegung griff einige Passagen aus ihrer Rede auf und erklärte – wie auch Chiara Lubich sagte –, dass Maria, die Mutter Gottes, Form und Vorbild für das soziale Handeln in der Bewegung ist.

Maria Voce:
Ich sehe Chiara immer an meiner Seite, natürlich nicht mit den Augen, aber ich spüre sie immer gegenwärtig. Oft werde ich gefragt: orientierst du dich an dem, was Chiara gesagt hat? Ich sage: eigentlich nein. Ich orientiere mich nicht an dem, was Chiara gesagt hat; ich orientiere mich an ihr selbst und frage mich: was würde Chiara jetzt sagen? Was würde sie jetzt tun? Welche Lösung würde sie für dieses gerade auftretende Problem finden? Ich versuche auf den Heiligen Geist zu hören, mit der gleichen Achtsamkeit und Tiefe wie sie, und dann reagiere ich entsprechend.

Chiara sagte uns, dass sie Maria in besonderer Weise kennengelernt hat, als sie ihre Größe als Mutter Gottes entdeckte. Wie sie selbst sagte, entdeckte sie eine Maria, die sie vorher nicht kannte: Nicht die junge Frau, das Mädchen aus Nazareth oder die einfache Hausfrau. Sie sah Maria dermaßen groß, dass Gott sie erwählt hat, Mutter seines Sohnes, des menschgewordenen Wortes, zu sein – Mutter Gottes. Maria fand Gefallen bei Gott wegen ihrer Demut. Sie kann ihm die Ehre geben für das, was er in ihr vollbringt: große Taten; jene Taten, die er vollbringen will: die Gleichheit aller Brüder und Schwestern der Menschheitsfamilie, eine gerechte Verteilung der Reichtümer dieser Welt, damit alle von den Gütern profitieren können, die Gott für alle erschaffen hat. Maria möchte, dass sich alle untereinander als Geschwister erkennen, und sie kann es bewirken, weil sie Mutter ist. Ich denke, das Kennzeichen der sozialen Werke, die aus Chiaras Charisma hervorgehen, besitzen gerade diese Eigenheit: sie werden von einer Mutter getan, die alle ihre Kinder liebt. Sie möchte das Allerbeste für sie und vor allem möchte sie, dass sie sich untereinander vereinen und durch die gegenseitige Liebe miteinander verbunden sind. Die Liebe soll die Triebfeder ihrer sozialen Beziehungen sein.
Eine neue Gesellschaft also, beseelt von einer evangeliumsgemäßen Liebe; eine neue Gesellschaft, die eine Mutter hat: Maria.

Verhaltensregeln(500)

 

Rückkopplung

  1. Mariana

    Molto bello!

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