Ein Traum taucht wieder auf

 
Anniversary_logoAm 3. März begann im überfüllten Saal des Mariapolizentrums in Castel Gandolfo (Rom) die erste einer langen Veranstaltungsreihe in vielen Ländern der Welt, durch die des zehnten Todestages von Chiara Lubich, der Gründerin der Fokolar-Bewegung, gedacht werden wird.

1E3A9169Viele choreographische, musikalische und poetische Elemente begleiteten auf überraschende Weise die Zeugnisberichte aus aller Welt, die mit ihren nüchternen Fakten unübersehbar aufzeigten, wieviel Leben sich gerade an den Krisenpunkten unserer Welt aus dem Charisma der Einheit entwickelt hat: da ging es um gesunde, nachhaltige Fischerei in Italien, um großartige soziale Projekte in Brasilien und auf den Philippinen, um Durchhaltevermögen im zerstörten Syrien, um die Rettung vieler Menschen im Bürgerkrieg an der Elfenbeinküste, um eine Stadtrandschule im Norden von Paris, um den Verzicht auf gut dotierte Arbeitsstellen in der italienischen Rüstungsindustrie (Italien)…

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Jesús Morán. Photo © CSC Audiovisivi

„Chiara war keine soziale Reformatorin, ihr Traum ging weiter: sie wollte die weltweite Geschwisterlichkeit, die anthropologische und theologische Grundlage jeder sozialen Reform”, betonte der Kopräsident der Bewegung, der Spanier Jesús Morán, in seinen Ausführungen zu den sozialen Auswirkungen des Charismas der Einheit. Fokolarpräsidentin Maria Voce schilderte u.a. die Anfänge der Bewegung während der Jahre des zweiten Weltkrieges, als “die ersten Fokolarinnen durch Trient eilten, um den Bedürftigen zu helfen, wo sie nur konnten, aber nicht als Wohltäterinnen, sondern als Geschwister…Das gelebte Evangelium erwies sich als die sprudelnde Quelle der tiefsten sozialen Veränderung.“

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Foto: CSC

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Über 2000 Gäste aus Kirche, Politik und Kultur nahmen an der Gedenkveranstaltung in Castel Gandolfo teil, darunter der  Kardinalstaatssekretär im Vatikan, Kardinal Pietro Parolin. Mehr als eine Gedenkveranstaltung  war es ein Fest des Lebens, das in seiner künstlerischen Gestaltung in seinen Bann zog. Auf der großen Wand des Saales, die zu einer Kinoleinwand umfunktioniert worden war, sah man als lebhaften Ausdruck aller Erzählungen die Bilder einer langen Geschichte vorüberziehen, die einem Traum entsprungen war: „Die große Sehnsucht unserer Zeit: eindringen in die höchste Kontemplation und mit allen Menschen verbunden bleiben, Mensch unter Menschen.“ In allen Ländern, in denen man an Chiara Lubich an ihrem zehnten Todestag erinnern wird, geht es um diesen Traum.Photo

Chiara Favotti

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