Dubai at the top

 
Dubai am Persischen Golf ist die Hauptstadt eines der sieben Emirate der Vereinten Arabischen Emirate. Vergangenen Februar konnte die Bewegung vor Ort in dieser Stadt ein „Fokolar auf Zeit“ bei sich begrüßen: „Wir sind gekommen,um euch einfach zur Verfügung zu stehen.“

Der Burj Khalifa, ein 830 Meter hoher Wolkenkratzer mit 160 Etagen und Aussichtsplattform ist derzeit noch das höchste je von Menschen errichtete Bauwerk. Zu seinen Füßen eine immense, von Laserstrahlen beleuchtete Fontäne, die sich zur Musik in vielfältigen Wasserspielen in den Himmel erhebt. Wie lange das Gebäude seinen Höhenprimat noch halten wird, ist ungewiss. Möglich, dass er bald vom Kingdom Tower in Gedda (200 Stockwerke) oder einem anderen der derzeit in verschiedenen Teilen der Welt im Bau befindlichen supermodernen Wolkenkratzer überboten wird. „At the top (ganz oben)“ zu stehen und von dort auf die luxuriösen Gebäude und die ultramodernen Bauwerke zu blicken, bleibt inzwischen ein ganz besonderes Highlight von Dubai.

Die Stadt hatte in den letzten Jahren eine enorm hohe Zuwanderungsrate, eine der höchsten in der ganzen Welt. Es kommen Menschen aus allen Teilen der Erde, die meisten suchen Arbeit. Ergebnis: ein kosmopolitischer Schmelztiegel, der nicht wenige Schwierigkeiten in sich birgt, in erster Linie für die ausländischen Arbeiternehmer.

In diesem „Wald” von Wolkenkratzern und Beton lebt eine kleine Fokolargemeinschaft. Sie besteht vor allem aus Leuten, die – wie zahllose andere – die prekäre Lage in ihren Heimatländern hinter sich gelassen haben, um in Dubai eine größere Sicherheit für ihre Familie zu finden. Vergangenen Februar hat diese Gemeinschaft sich riesig gefreut über die Ankunft von Romè (aus den Philippinen), Fadia und Susanne (Jordanien) sowie Murad (Syrien) zusammen mit Alessandro aus Pakistan. Er schloss sich für einige Tage der Gruppe an, die gekommen war, um hier für drei Wochen ein „Fokolar auf Zeit“ zu bilden.

Sie berichten: „Am Flughafen wurden wir empfangen von einer kleinen Gruppe froher Menschen mit strahlenden Gesichtern, und jedem von uns  wurde eine Blume überreicht! Wir fühlten uns sofort zu Hause. Am Morgen darauf eine Mail von Maria Voce, der Präsidentin der Fokolar-Bewegung: ‚Jesus, der immer unter euch zugegen ist, soll das schönste Geschenk sein für jeden, dem ihr begegnet!’ Ein klares Programm für die Wochen unseres Aufenthalts in dieser Gemeinschaft. Gleichsam auf Zehenspitzen nahmen wir nach und nach mit den Menschen Kontakt auf. Wir trafen uns in den Wohnungen, in der Kirche, in einer Metrostation, einem Restaurant oder in einem der nahen Einkaufszentren. Wir hatten jede Menge „Gaben der Vorsehung“ mitgebracht, die wir mit allen teilten. Jeder Augenblick des Tages – oft bis spät in die Nacht hinein und an allen möglichen Orten – war eine Gelegenheit, um einen zeitweiligen Zufluchtsort für Jesus unter uns aufzubauen: ihn wollten wir allen bringen. Und das war jedes Mal eine unglaubliche Freude! In dieser Zeit stand auch eine zweitägige Mariapoli auf dem Programm. Es war klar, dass wir hier in Dubai waren, um uns zur Verfügung zu stellen.

In dieser Haltung kamen wir zum Vorbereitungstreffen der ‚Animatoren’. Sofort merkten wir: eine internationale Gruppe von Leuten  mit einem recht unterschiedlichen kulturellen Hintergrund. Die 70 Teilnehmer/innen der Mariapoli kamen aus elf Nationen. Jeder gab einen ganz konkreten Beitrag. Chiara Lubichs Vermächtnis „Immer eine Familie sein“ war mit Händen zu greifen.

In den persönlichen Gesprächen merkten wir, wie viele Sorgen und Lasten jeder mit sich herumträgt: Diskriminierung, Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, hohe Lebenshaltungskosten bei niedrigen Löhnen, keine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung, d. h. Klarheit und Sicherheit auf Dauer.

Bei alldem wurde deutlich, dass jeder einen Schatz in der Tiefe seines Herzens bewahrt: die Entscheidung für Gott als Lebensideal. Das Leben der Einheit in der Gemeinschaft ist für diese Menschen kennzeichnend, daran klammern sie sich trotz aller Herausforderungen, die sie Tag für Tag zu bewältigen haben.“

Das Bemühen, „at the top –ganz oben” zu stehen ist in diesem Fall keine Frage von Metern …

Verhaltensregeln(500)

 

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