Seid Initiatoren einer Kultur der Begegnung!

 
Rund 7.000 Menschen, nicht nur Christen, haben den Papst in der Siedlung der Fokolar-Bewegung in Loppiano willkommen geheißen.
5
Foto © D. Salmaso – CSC Audiovisivi

“Ich möchte meinen Blick auf den Horizont richten und lade euch ein, es mit mir zu tun. Schauen wir mit vertrauensvoller Treue und kreativer Großzügigkeit auf die Zukunft, die schon heute beginnt.“ Bei seinem ersten Besuch in Loppiano, der internationalen Siedlung der Fokolar-Bewegung in der Nähe von Florenz – es war der erste Besuch eines Papstes –  hat Franziskus die Anwesenden, aber auch die ganze internationale Gemeinschaft zu einer „gemeinsamen Kultur der Begegnung und einer verbündeten, globalen Gesellschaft“ aufgerufen als Antwort auf die Zerrissenheit unserer Zeit mit ihrer wachsenden Armut und dem Drama erzwungener Migration.

„In der sich ständig verändernden Gesellschaft, in der wir leben“, betonte der Papst, „müssen wir neue gemeinsame Wege finden“, wir brauchen „Männer und Frauen, Jugendliche und Familien, Menschen aller Berufungen und Berufsgruppen“, die auf der Höhe dieses Auftrags sind. Auf dem Vorplatz der Wallfahrtskirche Maria Theotόkos hat Franziskus die Anhänger Chiara Lubichs, der Gründerin der Fokolar-Bewegung, “zu „kreativer Treue“ aufgerufen: „der ursprünglichen Inspiration treu bleiben,   miteinander offen sein für die Inspirationen des Heiligen Geistes und mutig die Wege gehen, die er eingibt“.

Foto © R. Bassolino – CSC Audiovisivi

Dazu – so der Papst – braucht es „Demut, Offenheit, Synergie, Risikobereitschaft“, und dann die Ausübung „gemeinschaftlicher Entscheidungsfindung“, d.h. „ein Hinhören auf die Stimme Gottes, bis man mit ihm den Schrei des Volkes erkennt, und ein Hinhören auf das Volk, bis man erkennt, was Gott von diesem Volk will“.

Ein anspruchsvoller Auftrag, der Treue voraussetzt – auch wenn die Begeisterung nachlässt – bei der Suche nach neuen Wegen, um das Charisma zu verwirklichen. Bei der Beantwortung der Fragen, die an ihn gestellt wurden, zitierte Papst Franziskus den heiligen Paulus und lud dazu ein, besonders zwei Worte zu beachten: parrhesia und hyponomè. Das erste ist der Freimut und die Aufrichtigkeit, wenn man Zeugnis gibt von der Wahrheit und dem Vertrauen in Gott und seine Barmherzigkeit“, das Gegenmittel gegen „falsche Furcht und jede Versuchung, sich in einem bequemen und ‚ordentlichen‘ Leben zu verstecken. Das zweite Wort betrifft das „Durchhaltevermögen in anstrengenden Lebenssituationen“ und hat seine Grundlage im Wissen um die Liebe Gottes, die „uns befähigt, mit Ausdauer, Gelassenheit, positiver Einstellung, Phantasie …und auch mit etwas Humor zu leben.“

Der Papst lud dazu ein, die Erinnerung an die erste Zeit wachzuhalten, als Chiara in Loppiano „den Entwurf einer neuen Stadt im Geist des Evangeliums sah“, Ausdruck eines Volkes, dass in aller Unterschiedlichkeit geeint war, sein Herz verankert in der Eucharistie, der Quelle neuen Lebens. Der Papst rief dieses Volk dazu auf, „Sauerteig des Evangeliums in der Gesellschaft zu sein“, vor allem dort, wo Armut, Leid und Suche nach einem besseren Leben herrschen. „Das Charisma der Einheit – so sagte er – ist ein hilfreicher Anstoß und eine kraftvolle Unterstützung, um die im Evangelium begründete Mystik des ‚Wir‘ zu leben.“

Foto © R. Orefice – CSC Audiovisivi

Doch die Erneuerung der Kultur setzt eine diesbezügliche Aus- und Weiterbildung voraus. In Loppiano, das auch als Studien- und Schulungszentrum verstanden wird mit dem Universitätsinstitut Sophia beispielsweise, ruft der Papst zu einer „Bildungsvereinbarung“ auf, beruhend auf Dialog und Nähe, um „miteinander die drei Sprachen des Kopfes, des Herzens und der Hände einzuüben“. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, so fügte der Papst hinzu, dass „in Loppiano ein Universitätsinstitut existiert für diejenigen, die auf der Suche nach Weisheit sind und das Ziel der Errichtung einer Kultur der Einheit verfolgen: eine „akademische Grenzerfahrung“.

Am Ende kam Franziskus auf Maria zu sprechen, “in deren Schule wir gehen müssen (…), um Jesus kennenzulernen, aus Jesus und mit Jesus zu leben“: „und vergesst dabei nicht, dass Maria, die erste Jüngerin Jesu, Laiin war. Sie ist die Frau der Treue, des Mutes des Freimutes, der Geduld“.

Die Worte des Papstes sind ein Echo auf die Intuition Chiara Lubichs, „dem Grundstein“ des Werkes Mariens, sie festigen die Richtung: „Unser Wunsch – so Maria Voce, die Präsidentin der Bewegung – ist es, dass jeder, der nach Loppiano kommt, ein Zuhause findet, eine Familie, eine Mutter: Maria! Von ihr geht jede soziale Ausdrucksform der Bewegung aus (…).Sie ist es, die uns im Magnifikat den Weg weist, unser Herz zu öffnen für alle die leiden und auf der Suche nach dem Glück sind.“

Foto su Flickr

10 maggio: Papa Francesco a Loppiano

Photogallery

Verhaltensregeln(500)

 

Rückkopplung

  1. Selma Barros

    Obrigada por está comunhão de „vida“! Investidos desta “ graça “ com Papa Francisco, recebemos um impulso planetario a uma abertura sempre maior ao “ Amor“, que nos faz sentir todos irmãos.

    Antworten
  2. Vaudete Bueno

    Obrigada pela transmissão que nos fez estar presentissimos neste momento histórico de Loppiano . Eu vivi cada momento como se estivesse ali, foi muito emocionante.
    O que ficou forte foi o brilho e o testemunho desta cidadela chegou em todos os cantos do mundo.
    Um super Obrigada a toda equipe do Violeta.

    Antworten
  3. Cristina - Brasile

    Grazie per questa straordinaria possibilitá di vedere via streaming la visita del Papa a Loppiano….grazie a tutti voi …
    é stato un momento storico vedere il Papa con tuti voi… mi sono comossa …. un dono dell’amore di Dio verso il suo popolo!
    Sono certa che Chiara dal cielo ci a accompaganta con grande gioia e festa!
    Veramente belissimo!

    Antworten
  4. Marvia Vieira

    Un grande grazie a tutti voi che avete reso possibile a tutto il mondo la partecipazione a questo momento storico, che sicuramente rimarra nei nostri occhi , nei nostri cuori. Personalmente chiedo Gesù che mi aiuti a trasformare tutto quanto ha detto il Santo Padre ancor di più in vita.
    Grazie per averci pensati a noi che, siamo fuori di Loppiano, dell’Italia, dell’Europa.

    Antworten
  5. Cristina Vieira

    Carissimi!!! Ho potuto seguire tutto l’incontro con il papa, come se fossi lì ! Ero lì con voi!!!
    Grazie di questo dono grandissimo! Ero tutto il tempo in cui seguivo la trasmissione con il nodo in gola…
    Ringraziamo Dio per il Suo Amore che ci colma con così grandi grazie!
    Unitissima!!! Cristina

    Antworten

Read also