„Jugendliche der ganzen Welt vereinigt euch!“ den Grundstein für eine strukturierte Organisation der Jugendlichen: die Gen-Bewegung entsteht und 1985 die sich um sie herum gruppierende „Jugend für eine geeinte Welt“ *.

Junge Menschen zwischen 17 und 30 Jahren, aus allen fünf Kontinenten, allen Kulturen, Religionen und sozialen Schichten nehmen bis heute diese Einladung an. Einige  fühlen sich keiner Religion zugehörig, aber sie teilen den Wunsch, an einer geeinten Welt mitzubauen: aus der Menschheit eine Familie zu machen, in der jeder jeden respektiert.

Sie schlagen alle erreichbaren Wege ein, die zu dieser universellen Geschwisterlichkeit führen und heilen  Spaltungen in den Familien, unter den Generationen, den sozialen Gruppen…

Sie setzen sich ein für internationale Kampagnen für Frieden, Gerechtigkeit und weltweite Geschwisterlichkeit. Sie organisieren öffentliche Veranstaltungen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, wie die Genfeste, um durch das eigene Leben, die eigenen Erfahrungen zu bezeugen, dass ein solches Leben möglich ist. Sie sprechen durch Worte und durch Gesten der Solidarität mit allen, denen sie täglich begegnen: in der Familie, im Freundeskreis oder im Umfeld derer, die Hilfe benötigen. In jedem Nächsten erkennen sie eine Schwester oder einen Bruder, den es anzunehmen gilt.

Ihr Leben ist geprägt von unterschiedlichsten Initiativen:  von der Finanzierung von Hilfsmaßnahmen für die Opfer von Kriegen oder Naturkatastrophen, bis zu den unzähligen „Fragmenten der Geschwisterlichkeit“, in denen sich die Jugendlichen vor Ort einsetzen für alle, die in irgendeiner Weise der Hilfe bedürfen wie Straßenkinder, Obdachlose, vereinsamte alte Menschen, Gefangene, Migranten: sie nutzen alles, was ihnen die Phantasie der Liebe eingibt, um die Wunden der Gesellschaft zu heilen.

Gioventù Nuova, Azione di dipingere una casa per bambiniDie Jugendlichen beziehen auch öffentliche Institutionen in ihr Handeln mit ein, wie beispielsweise bei der “Woche der geeinten Welt“: zeitgleich setzen sie sich in allen Ländern der Welt dafür ein, dass ihre Idee von der universellen Geschwisterlichkeit die öffentliche Meinung erreicht und beeinflusst. Chiara Lubich sagte im März 1983, also bei der noch inoffiziellen Gründung der Jugendbewegung bereits: „Von den Jugendlichen für eine geeinte Welt erwarte ich mir, dass sie die Welt davon überzeugt,  zur Einheit berufen zu sein“.

Die „Woche der geeinten Welt“ findet seit 1996 jedes Jahr statt und wendet sich an alle Menschen guten Willens, für Frieden und Einheit auf allen Ebenen einzustehen.

Allmählich dringt diese kulturelle Strömung in die Welt der Jugendlichen ein und hilft ihnen, Relativismus und Individualismus, die ihr Leben einengen, zu besiegen.

Die Jugendlichen für eine geeinte Welt leben für die weltweite Geschwisterlichkeit. Dieses Ziel stellen sie in ihrem persönlichen Leben unter Beweis.

Die Christen unter ihnen sehen ihr Vorbild in Jesus, ihr Lebensgesetz im Evangelium. Die Jugendlichen, die anderen Religionen angehören und das Ideal der Einheit aufgegriffen haben, finden in der Lehre ihrer Religion den Spiegel, um diesem Ideal treu zu bleiben. Die Jugendlichen, die sich keiner Religion zugehörig fühlen, orientieren sich an der Goldenen Regel, die sie dazu einlädt, die Menschen so zu behandeln, wie sie selbst behandelt werden möchten.

Sie wissen, dass die Einheit, an die sie glauben und für die sie leben, kein menschliches Vorhaben ist, sondern ein göttliches: „Alle sollen eins sein“ Joh 17.21.

Kontakt:

Internationaler Sekretariat der Jugendbewegung

Via San Sebastiano 37

00040 Rocca di Papa (Roma-IT)

Tel. +39-06-94792089

Email: sgmu@focolare.org

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GENFESTE

Die Genfeste stellen wichtige Etappen in der Entwicklung der Gen- und der Jugendbewegung dar: Zehntausende von Jugendlichen, die aufzeigen, dass es sich lohnt, für die universelle Geschwisterlichkeit zu leben.

1973 – Loppiano (Florenz) 8000 Jugendliche gestalten das erste Genfest in der Geschichte der Fokolar-Bewegung

1975 – Rom, der Sportpalast ist voll bis auf den letzten Platz. Papst Paul VI empfängt die Jugendlichen einen Tag später zur Messe im Petersdom. Ab jetzt findet das Genfest alle fünf Jahre statt.

1980 – 40.000 Jugendliche zeigen im Flaminio-Stadion in Rom, dass die vereinte Welt möglich ist.

1985 – Im Sportpalast in Rom wird offiziell die Bewegung „Jugend für eine geeinte Welt“ gegründet, die Chiara 1983 angekündigt hatte.

1990 – Zum ersten Mal können auch Jugendliche aus dem europäischen Ostblock kommen. An diesem Genfest nimmt auch der Mann teil, der wesentlich zum Mauerfall beigetragen hat: Papst Johannes Paul II.

1995 – Über das italienische Fernsehen wird das Genfest durch Satellitenübertragung in die ganze Welt ausgestrahlt.

2000 – Das Genfest ist ein Ereignis im Rahmen des Weltjugendtages in Rom. Es bietet die Gelegenheit, das heiligmäßige Leben und Sterben von „Jugendlichen für eine geeinte Welt“ zu zeigen, darunter Chiara Luce Badano, die im September 2010 seliggesprochen wurde.

2012 – Budapest, die Stadt der Brücken, bietet den idealen Rahmen für dieses Genfest.104 Länder sind bei dem Genfest 2012 vertreten. Besondere Aufmerksamkeit findet dabei die Gruppe von 250 Jugendlichen aus den Ländern des Nahen Ostens. Die meisten Jugendlichen gehören den verschiedenen christlichen Kirchen an; etwa 100 nichtchristlichen Religionen und eine starke Gruppe bekennt sich zu keiner Religion.

*Die ersten und wichtigsten Animatoren der „Jugend für eine geeinte Welt“ sind die Gen (Neue Generation), Jugendliche, die sich kompromisslos die Spiritualität der Einheit zu Eigen gemacht haben.

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Aus dem Leben

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Während der „Woche der geeinten Welt“ erzählt eine junge Frau, wie sie im Evangelium die Kraft gefunden hat, den Mördern ihres Vaters zu verzeihen und so den Gedanken an Rache zu stoppen, der weitere Gewalt nach sich gezogen hätte.

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Artikel

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Während der Countdown für die Woche der geeinten Welt 2017 läuft, greifen wir auf einen Vorschlag Chiara Lubichs zurück, den sie im Mai 2002 im Kolosseum in Rom Jugendlichen aus 92 Ländern aus verschiedenen Kulturkreisen und Religionen gemacht hat: Wie können wir Frieden schaffen?

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