EXPO Mailand: Solarküchen für Haiti

 
Die Armutsbekämpfung in Haiti geht nur über nachhaltige Umweltpolitik. Bei der Mailänder Weltausstellung (Cascina Triulza ) wurde das Projekt „Solarküchen für Mont -Organizé” vorgestellt.
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„Haiti, einst eine der blühendsten französischen Kolonien, die Perle der Antillen, ist heute eines der ärmsten Länder der Welt mit einer geradezu systematischen Umweltzerstörung.“ So äußerte sich Ronald La Rêche, ehemaliger Abgeordneter, Kandidat für den Senat von Mont Organizé.

Tatsache ist, dass Tausende von Einwohnern keinen Zugang zu Gas und Strom haben. Sie benutzen Brennholz. Die Folge ist unkontrollierte Abholzung, aus der sich wiederum klimatische Veränderungen ergeben, Ausdehnung der Wüstengebiete, und zunehmender Wasserverlust. Aus diesem Dilemma wurde die Idee von Solarküchen für die Bevölkerung geboren.

Das Projekt „Solarküchen für Mont-Organizé“ wurde von AFNonlus – einem Verband, der sich an den Ideen der Fokolar-Bewegung orientiert – orientiert – ausgearbeitet und umgesetzt, in Zusammenarbeit mit PACNE (Action Contre la Pauvreté du Nord Est), Ente Nazionale per il Microcredito, Dipartimento di Agraria der Università degli Studi di Napoli “Federico II” und Tesla I.A. srl. Es steht unter der Schirmherrschaft der SIOI (Società Italiana per l’Organizzazione Internazionale). Die Solarküchen werden zunächst in den von AFN in Haiti unterhaltenen Sozialzentren eingesetzt.

 Die Solarküche ist mit einer sehr einfachen Technologie ausgestattet, die man einfach bedienen und instand halten kann. Man kann vor Ort lernen, wie sie aufgebaut ist, was wiederum zu einer großen Verbreitung unter der Bevölkerung führen kann. Die Sonnenenergie wird durch eine Linse eingefangen, in thermische Energie umgewandelt und in einer Batterie gespeichert.

haiti_expo_intAm 4. Juli wurde das Projekt im Rahmen der Konferenz „Solarküchen als Antwort auf die Probleme in den Entwicklungsländern“ bei der EXPO 2015 in Mailand im Pavillon der Zivilgesellschaft, Cascina Triulza, vorgestellt. „Wir beabsichtigen, zunächst die Solarküchen in den Schulen zu erproben, die AFN in Mont- Organizé unterhält, in der ländlichen Region Ouanaminthe im Nordosten von Haiti“, erklärt Andrea Turatti, Direktor von AFNonlus. „Danach werden wir die Lehrer ausbilden, die ihr Wissen wiederum den Familien weitergeben, um die Bevölkerung mit Mikrokredit-Programmen ad hoc in das Projekt einzubinden.“

Grüne Technologien und globale Nachhaltigkeit des Projektes gehören zu den Elementen der Innovation, die Luigino Bruni, Ordinarius für Wirtschaftswissenschaften an der römischen Universität LUMSA und Koordinator der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ hervorhebt. Dazu kommen noch die „Verwertung lokaler Quellen (in diesem Fall der Sonne), lokaler Materialien und die Einbindung der Bevölkerung.“ Hier liegt der wahre Erfolg des Projektes – betont der Wirtschaftler – das in dem Maß funktionieren wird, in dem es von der Bevölkerung als Chance wahrgenommen wird.“

Die Präsidentin der Fokolar-Bewegung, Maria Voce, schreibt über das Projekt: „Es steht in voller Übereinstimmung mit der Enzyklika des Papstes „Laudato sì”, in der Franziskus von einem integralen Umweltkonzept spricht, d.h. von der Beziehung zwischen der Natur und den Menschen, die in ihr wohnen.“ „Das Projekt, das auf Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung beruht, die im inneren Kern der davon betroffenen Bevölkerung entstehen, kann gültige Antworten auf die drängenden Probleme der Entwicklungsländer geben. In der Tat versucht es, eine Antwort zu geben auf Umweltfragen, Ernährungsfragen, Gesundheitsvorsorge und die nötige Energieversorgung jener Menschen, die zu den Schwachen der Gesellschaft gehören. Es nutzt auf neue Weise die Sonnenenergie und respektiert dadurch nicht nur die lokale Kultur, sondern bietet den armen Schichten der Bevölkerung Entwicklungsmöglichkeiten und gesellschaftliche Einbindung an, so wie den Kindern, die in den Schulen, die durch die Fokolar-Bewegung unterhalten werden, Unterstützung und Bildung bekommen.“

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Rückkopplung

  1. Salvatore PANDOLFO

    Ho segnalato questo articolo a don Fully Doragrossa sacerdote italiano che opera da anni nelle comunità di CUBA.
    Mi ha risposto che potrebbero servirgli.
    Saluti .

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  2. Thérèse

    Che gioia!!!! Poter vedere che fra poco un mio sogno diventerà realtà. Sono stata almeno 5 volte a Mont Organizé dal 1988 al 2002 e pensavo che il sole poteva essere una soluzione per loro. Grazie a tutti voi per questa possibilità.

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